RH #311Krach von der Basis

CENTURIAN

Sklaven des Chaos

CENTURIAN

Gitarrist Rob Oorthuis erklärt, warum CENTURIAN die Transformers des satanischen Death Metal sind. „Contra Rationem“ schließt nach dem Nox-Abenteuer nahtlos an die Frühwerke der Holländer an.

Rob, fasst du den Vergleich mit Morbid Angels „Blessed Are The Sick“ im Review als Kompliment auf, oder waren die frühen Deicide für deine Art zu komponieren noch bedeutender?

»Es ist schlicht eines der besten Death-Metal-Alben aller Zeiten, weil es großartige Texte, Gesangslinien, unfassbares Riffing und vor allem erhabenes Songwriting bietet. Ich habe Trey Azagthoth mal darauf angesprochen, wie er auf diesen völlig unüblichen Rhythmus für das Titelstück gekommen ist. Er erzählte mir, dass er eine LP gehört hat, die von der Sonne angeschmort war. Die Art, wie die Nadel ihren Weg durch das deformierte Vinyl gefunden hat, inspirierte ihn dazu. Ironischerweise wusste ich Morbid Angel zunächst gar nicht so sehr zu schätzen, bis ich 1992 selbst anfing, Gitarre zu spielen. Da erst erschlossen sich mir die originellen Songstrukturen und die Brillanz der Verzahnung von Riffs und Schlagzeug-Rhythmen. Deicide sind ebenso einmalig, aber sie haben mich musikalisch nie so beeinflusst wie Glen Bentons Texte. Es gibt allerdings keine aggressivere Death-Metal-Platte als „Legion“.«

Die Texte sind nach all den Jahren um keinen Deut weniger blasphemisch. Warum begegnest du der Kirche nicht gelassener?

»Keine Sorge, ich habe keine schlaflosen Nächte deswegen. Heutzutage wird die Ketzerei in meinen Texten...

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