RH #311Crossfire

HATEBREED

MIT JAMEY JASTA (HATEBREED)

HATEBREED

Obwohl James Shanahan alias Jamey Jasta bei der bekanntesten und erfolgreichsten Metalcore-Kapelle HATEBREED singt bzw. brüllt, sind dem 35-jährigen Szenekenner aus New Haven, Connecticut Starallüren völlig fremd, und für die Konkurrenz hat der ehemalige „Headbangers Ball“-Moderator sowieso nur freundliche Worte übrig.

CRO-MAGS - Show You No Mercy

JAMEY: »Ah, die Cro-Mags - großartig! Wir hätten beinahe mal ´We Gotta Know´ von ihrem Debüt gecovert, haben uns dann aber für das etwas unbekanntere ´It´s The Limit´ von derselben Scheibe entschieden. Der Song ist auf unserem 2009er Album „For The Lions“. „The Age Of Quarrel“ von den Cro-Mags ist ein absoluter Hardcore-Meilenstein. Ich liebe alles an der Scheibe - die Songs, den Sound, den Stil. Außerdem kann man sie von Anfang bis Ende durchhören, ohne einen Track überspringen zu müssen. Ich mag zwar auch einige Tracks vom Nachfolgealbum „Best Wishes“ wie ´Crush The Demoniac´, aber wäre es nach mir gegangen, dann hätten die Jungs nach „The Age Of Quarrel“ nichts mehr veröffentlichen müssen. So wie die Gorilla Biscuits. Von denen gibt es ja nur ein Album und eine Single.«

KILLSWITCH ENGAGE - The End Of Heartache

JAMEY: »Killswitch! Gute Scheibe. Ich mag alle ihre Alben und beide Frontmänner, auch wenn Howard Jones etwas melodischer singt als Jesse Leach. Ich bin schon gespannt auf die neue Scheibe mit Jesse, die am 2. April erscheint. Demnächst spielen wir zusammen auf einem Festival, wenn ich mich recht entsinne. Was ich besonders an ihnen mag, ist der eigenständige Mix aus viel schwedischem Death Metal und New-School-Hardcore von der Ostküste. Für mich sind KSE eine der besten amerikanischen Metalbands. Außerdem ist jeder in der Band richtig gut an seinem Instrument. Kurzum: Ich bin Fan.«

PANTERA - Fucking Hostile

JAMEY: »Pantera! Für mich ist „Vulgar Display Of Power“ ihre beste Scheibe, obwohl ich inzwischen auch einige Songs von „Cowboys From Hell“ mag. Zum Beispiel ´Domination´. Als die Platte seinerzeit erschien, war ich anfangs kein großer Fan. Dafür hat mich „Vulgar...“ zwei Jahre später umgehauen, auch wenn die Scheibe gerade im Metal-Underground auf viel Kritik stieß. Ich fand die reduzierte Produktion klasse und die Mucke sehr originell, was das Wichtigste ist, wenn man langfristig Erfolg haben will. Außerdem ist jeder Song auf der Scheibe gut, und dass der Sound von Pantera sehr schwer zu kopieren ist, haben im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte zahllose Bands feststellen müssen. Selbst was von den Jungs zu covern, ist alles andere als leicht, weil das Tuning sehr eigen und der Gesang von Phil schwer zu imitieren ist.«

CALIBAN - Memorial

JAMEY: »Sind das In Flames? Klingt auch ein bisschen wie Neaera, mit denen wir kürzlich auf Tour waren. Vielleicht Heaven Shall Burn? Ah, Caliban. Von welchem Album? Mit den Jungs waren wir 2005 in England das letzte Mal auf Tour. Caliban gehören zu den neueren deutschen Bands der letzten Dekade, die in Amerika relativ angesagt sind. Neaera und Heaven Shall Burn kennen einige bei uns zwar auch, aber Caliban sind deutlich populärer, weil sie bei uns schon auf Tournee waren. Eine solide Band, die gerade auf Festivals immer gut ankommt.«

SLAYER - War Ensemble

JAMEY: »Slayer! Ich habe die letzten Tage mehrfach mit Tom Araya gemailt, weil er es geschafft hat, meine Zweitband Kingdom Of Sorrow auf das Soundwave Festival zu kriegen. Mit Hatebreed waren wir sogar schon sechs oder sieben Mal mit Slayer auf Tour. Mit Kerry King stehe ich ebenfalls in regem Kontakt. Zum Song ´Final Prayer´ von unserer zweiten Scheibe „Perseverance“ hatte Kerry seinerzeit ja sogar ein Gitarrensolo beigesteuert. Slayer gehören definitiv zu meinen absoluten Favoriten. Mein Lieblingsalbum ist „Reign In Blood“, obwohl ich auch „Show No Mercy“, „Hell Awaits“ und „Seasons In The Abyss“ absolut klasse finde.«

S.O.D. - March Of The S.O.D.

JAMEY: »S.O.D.! Als ich auch noch Konzertpromoter war, habe ich einige ihrer Reunionshows veranstaltet. Das hat Spaß gemacht. Das „Speak English Or Die“-Debüt ist damals an mir vorbeigegangen, weil ich erst acht war, und als ich 1991 oder 1992 angefangen habe, verstärkt Hardcore zu hören, hatten sich S.O.D. gerade aufgelöst. Auf ihrem „Bigger Than The Devil“-Comeback ein paar Jahre später waren aber auch etliche gute Songs.«

PARKWAY DRIVE - Dark Days

JAMEY: »Kenne ich. Das sind Entombed oder Defiler.«

Nein, das sind Australier.

JAMEY: »Dann sind das Parkway Drive. Den Noise-Effekt am Anfang des Songs haben sie sich aber bei Entombed abgeschaut. Gute Band. Für mich haben sie die besten Elemente diverser Metalcore-Bands miteinander kombiniert und daraus etwas Eigenständiges gemacht. Deshalb haben sie auch die zweite Metalcore-Welle überlebt. Im Übrigen finde ich es cool, dass Acts wie Parkway Drive und andere Kapellen aus dem Ausland bei uns in den Staaten mittlerweile so populär sind. Vor fünf oder sechs Jahren war das noch anders. Da haben sich die meisten Leute einen Dreck um Bands aus England, Schweden und anderswo geschert, und das fand ich immer ungerecht, weil man als amerikanische Combo in aller Welt mit offenen Armen empfangen wird. Parkway Drive haben auf alle Fälle Talent, auch wenn der Bandname eher genreuntypisch ist und die Jungs keine langen Haare haben und rumlaufen wie Surfer oder Tennisspieler.«

 

Pic: Buffo Schnädelbach

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