RH #310Krach von der Basis

Die Maler des Todes

CHRIS MOYEN

Zerplatzende Schädel und Gedärm, geschändete Jungfrauen, Massenvernichtung, Pest und Tod. Je blutiger und obszöner, desto besser. Visuelle Kunst im Death Metal muss schockieren und Grenzen überschreiten. Zu den weltweit respektiertesten Zeichnern der Szene zählen zweifelsohne der Franzose CHRIS MOYEN und der Amerikaner MARK RIDDICK. Seit knapp 20 Jahren sind sie unermüdliche Arbeitsbienen, die mit Hunderten von Grafiken, Designs und Logos die Ästhetik einer ganzen Szene entscheidend prägten. Höchste Zeit für ein Resümee - und das aus gutem Grund. Sowohl Riddick als auch Moyen haben gerade aufwändige Bücher in den Startlöchern, in denen sie auf zwei Dekaden im Zeichen von Tod und Teufel zurückblicken.

Wo wurdet ihr geboren, wo lebt ihr heute?

Mark: »Ich wurde in Louisiana geboren, wuchs aber in Virginia auf, wo ich auch heute noch lebe.«

Chris: »Ich wurde in Marseille geboren und wuchs in der Nähe von Bordeaux im Südwesten Frankreichs auf, ganz in der Nähe des Atlantiks. Hier lebe ich immer noch.«

Wann begann euer Interesse an Kunst und Malen im Speziellen zu wachsen? Erinnert ihr euch an einen Schlüsselmoment, in dem alles anfing?

Mark: »Ich habe schon als Kind und in meiner frühesten Jugend gerne gezeichnet, aber so richtig süchtig wurde ich, als ich in Berührung mit der Underground-Death-Metal-Szene kam. Diese neue Entdeckung glich einer Initialzündung. Schon bald darauf erstellte ich meine ersten Flyer, arbeitete für Fanzines und machte meine ersten Single- und...

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