RH #308Krach von der Basis

GLORIA MORTI

„Alles in Frage stellen!“

GLORIA MORTI

Zwei Fragen an Juho Räihä, Gitarrist der finnischen Melodic-Black-Deather GLORIA MORTI:

Juho, führt euer viertes Album „Lateral Constraint“ das Motiv der zerstörten Stadt vom „Anthems Of Annihilation“-Cover fort?

»Auf dem Vorgänger folgten wir einer sehr klaren Storyline. Jetzt komme ich lyrisch schneller auf den Punkt. „Lateral Constraint“ ackert sich durch alle Probleme und Defekte der modernen Gesellschaft. Bisher war der Tenor: „Das wird geschehen, wenn wir nichts ändern.“ Jetzt heißt es nur noch: „Wir sind alle verloren.“ Mit den Promofotos und dem Layout wollen wir dieses postapokalyptische Gefühl noch verstärken.«

Mit ´Lex Parsimoniae´ meinst du nicht das Gesetz der Sparsamkeit in wirtschaftlicher Hinsicht, oder?

»Richtig, ´Lex Parsimoniae´ wird von uns in seiner atheistischen, wissenschaftlichen Bedeutung benutzt, auch als Ockhams Rasiermesser bekannt. Meist ist die einfachste Erklärung die überzeugendste - diejenige, für die man am wenigsten Vorannahmen benötigt. Religion ist eine enorme Vorannahme und birgt keinerlei Logik in ihren Behauptungen. Die Bürde des Beweises ist dem Gläubigen vorbehalten. ´HalluciNations´ handelt von den ganzen künstlichen Strukturen in unserem Leben: Geld, Schule, Politik, Religion, Militär und vieles mehr. Es gibt so viele Institutionen, die unserer Vorstellungskraft bedürfen, ohne dass etwas diese Ideen wirklich an unsere Realität koppelt. Die Konsequenz: Alles in Frage stellen!«

 

Eine exklusive Fortsetzung des Interviews findet ihr...