RH #308Interview

FREI.WILD

»Jauch hat sich instrumentalisieren lassen«

Frei.Wild

In der ARD-Sendung „Jauch“ vom 28. Oktober bezeichnete ein Journalist, der undercover in der rechten Szene recherchiert und deshalb vermummt auftrat, die Südtiroler Rocker FREI.WILD als Naziband (siehe auch das Vorwort und die Leserbriefseiten dieser Ausgabe). Die Musiker erhielten in der Sendung keine Möglichkeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern, und veröffentlichten deshalb einen Tag später ein langes Statement, aus dem wir nachfolgend auszugsweise zitieren:

„In der gestrigen ARD-Sendung „Jauch“ zu dem Thema „Deutscher Hass - wie tief ist der Neonazi-Sumpf“ meldete sich der „Undercover-Journalist“ Thomas Kuban erneut zum Thema „Frei.Wild“. Wer Kuban nicht kennt, sollte wissen, dass Kuban nach eigenen Aussagen seit Jahren bei Konzerten rechter Bands „undercover“ auftaucht und hierüber Filme und Artikel veröffentlicht. Der Name „Thomas Kuban“ ist ein Fantasiename, öffentlich tritt er nur verkleidet in Erscheinung. Es geht Kuban im Kern seines Anliegens darum zu beweisen, dass die rechte Szene im Musikbereich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und eine massive Bedrohung für die Demokratie darstellt.

Zum Beleg seiner Thesen zieht er auch Textfragmente des neuen Albums „Feinde deiner Feinde“ heran, die belegen sollen, die Band sei Botschafter eines neuen „völkischen Nationalismus“. Frei.Wild ist ein dankbares Ziel für Kuban, da die Band erfolgreich und bekannt ist. Kubans Vorwürfe und Behauptungen treffen jedoch nicht zu. Leider hat sich „Jauch“ gestern Abend in diesem...

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