RH #306Interview

MACBETH

Die Revolution frisst ihre Kinder

MACBETH

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben? Im Falle von MACBETH aus Erfurt wird umgekehrt ein Schuh draus! Obwohl die Thüringer zu den ältesten Metalbands der DDR zählen, mussten die Thrasher um Bandleader Ralf Klein (g.) seit der Wende zahllose neue Kapellen aus dem Osten der Republik an sich vorbeiziehen lassen.

»Nach der Wende war es schwierig für uns, weil die Leute keine Abziehbilder von Westbands haben wollten. Die haben sich lieber die Originale reingezogen, wodurch die meisten DDR-Bands vor die Hunde gegangen sind.«

Auf eurer bärenstarken neuen Scheibe „Wiedergänger“ ist mit ´Kanonenfutter´, ´Untergang´ und ´Das Kreuz´ eine „Stalingrad“-Trilogie zu hören, nachdem die Schlacht erst kürzlich von Accept in einem Song thematisiert wurde.

»Das „Stalingrad“-Ding lag schon länger in der Schublade, bis es plötzlich hieß: Accept nennen ihr neues Album so. Da haben wir gedacht: „Scheiße, was machen wir jetzt?“ Am Ende haben wir dann aber nicht darauf verzichtet. Sind ja immerhin drei Songs, außerdem war der Auslöser ein ganz anderer: Ich hatte nämlich das Glück, mit Zeitzeugen reden können. Zum Beispiel mit meinem Nachbarn, der als einer der Letzten schwer verwundet aus Stalingrad ausgeflogen wurde, bevor dort alles zusammengebrochen ist. Was er erzählt hat und was ich teilweise auch schon von meinem Opa kannte, war so erschreckend, dass ich anfangs am Grübeln war, ob man das überhaupt in einen Song verpacken kann. Vom Accept-Track war ich übrigens ein bisschen enttäuscht,...

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