RH #306Festivals & Live Reviews

GRIM REAPER, ADRAMELCH, ATTICK DEMONS

SWORDBROTHERS FESTIVAL XI

ATTICK DEMONS

Andernach, JuZ

Trotz des zu Parkplatzpartys verleitenden Kaiserwetters zollen bereits überraschend viele der 400 Anwesenden dem Opener IRON FATE Tribut. Nicht zu Unrecht, denn mit Sänger Denis haben die Jungs aus dem Harz eine der besten Metal-Sirenen Deutschlands in ihren Reihen. Aber auch das überwiegend schnelle Songmaterial, das im Laufe des Sets immer öfter an Bands wie Cage oder Priest erinnert, weiß zu gefallen. Die Optik (Aria-Aufnäher, Satan- und Goddess-Of-Desire-Shirts) sowieso - hier sind Überzeugungstäter am Werk. Einziger Kritikpunkt: Die Wahl des handwerklich superb vorgetragenen ´Holy Diver´-Covers ist nicht besonders originell.

Als originell kann man hingegen die Songstrukturen von SCARLATYNA aus Hessen bezeichnen. Epischer, kraftvoll vor sich hin galoppierender US-Metal mit leichtem Kauzeinschlag. Sänger Chris wechselt ständig zwischen Boltendahl-mäßiger Vokal-Grobmotorik und hohen Stimmlagen, die an die leicht durchgeknallte Dramatik eines Mike „Earthshake“ Quimby von Skullview erinnern, hin und her. Cool! Showhöhepunkt ist das geile ´The Tower´, bei dem Chris gemeinsam mit den Fans im Publikum bangend den Refrain anstimmt.

Als die Mexikaner SPLIT HEAVEN mit großem Engagement in ihren Set starten, ist die Halle so gut gefüllt wie erst später wieder bei Adramelch. Über die Kleidsamkeit des Sombreros in Nationalfarben, den der Gitarrist zu Beginn der Show zur Schau trägt, lässt sich streiten, nicht jedoch über die unglaubliche Ähnlichkeit von Sänger José zu...

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