RH #306Festivals & Live Reviews

´77, CROSSPLANE

Osnabrück, Bastard Club

´77

Glaubt man den einheimischen erfahrenen Konzertbesuchern, zählt Osnabrück gerne mal zu den schlechter besuchten Städten einer laufenden Tour, wenn nicht gerade ein ziemlich angesagter Name unterwegs ist, der auch Fans aus dem weiteren Umland zieht. So ist es zwar wenig überraschend, aber doch ein bisschen enttäuschend, dass sich gerade mal 80 zahlende Besucher von den erstklassigen Live-Qualitäten von ´77 bespaßen lassen wollen, die die Spanier ja auch beim diesjährigen Rock Hard Festival unter Beweis gestellt haben.

Der Clubraum im Untergeschoss des Bastard Club präsentiert sich nach einer kleinen Umbauaktion ein wenig aufgefrischt, denn um den Zuschauern im hinteren Bereich eine bessere Sicht zu ermöglichen, wurden einige Quadratmeter der Fläche vor der Bühne abgesenkt. Kurz bevor CROSSPLANE aus Essen mit dem Aufwärmprogramm des Abends loslegen wollen, stellt sich deren Sänger und Gitarrist Celli bei den Zuschauern im Kneipenbereich des Obergeschosses noch persönlich vor, mit dem Hinweis, dass es gleich losgeht und es nett wäre, wenn man sich vor der Bühne einfinden würde. Sympathisch! Auf der Bühne bieten Crossplane dann einen ebenso ansprechenden wie ziemlich dickhosigen Mix aus Motörhead und Black Label Society, der beim Publikum durchaus auf Gefallen stößt. Lediglich Cellis arg repetitives „Seid ihr gut drauf?“ ist auf Dauer dann doch ein bisschen ermüdend und schmälert den Unterhaltungswert ein wenig, zumal der Bursche ansonsten genügend Frontmann-Qualitäten mitbringt, um auf solch abgeschmackte Animationen verzichten zu können. ...

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