RH #306Festivals & Live Reviews

THE CULT, GUN

Krefeld, Kulturfabrik

THE CULT

Eine Band wie The CULT, früher abonniert auf die großen Kölner Arenen, in einem Club, dazu im Kulturzentrum? Das verspricht als einziges Deutschland-Konzert einen spannenden Abend, zumal das gute neue Album „Choice Of Weapon“, produziert vom ungewöhnlichsten Produzenten-Gespann aller Zeiten (Bob Rock und Chris Goss, Mastermind von Masters Of Reality), aufhorchen ließ. Dicke Hose trifft Underground-Coolness? Das Konzert kostet immerhin 35 Euro.

Zunächst probieren die Schotten GUN aus, ob ihre Reunion noch auf die Gegenliebe des Publikums stößt. Vor knapp 20 Jahren waren Gun Gossenpoeten und Glasgower Fußballfans; eine Pub-Version von AC/DC und U2, die einige heimliche Smash-Hits im Köcher hatte. Nun betreiben die Italo-Brüder Gizzi ein Restaurant, und der bis dahin unauffällige Bassist Dante wurde mangels Alternativen zum Leadsänger befördert. Eigentlich ist seine Stimme ein bisschen zu dünn, um das versoffene Krächzen von Mark Rankin vergessen zu machen, aber der Enthusiasmus der Band und das Händchen für extrem eingängige Melodien sorgen für Ausgleich. Aus der Hafenspelunke wurde zwar eine Karaoke-Bar, aber die Stimmung ist nach wie vor gut. Krefeld feiert mit.

Dann lassen THE CULT auf sich warten. Die Fotografen dürfen ganze zwei Songs vom Mischpult aus fotografieren. Gibt´s da etwa faltige Gesichter zu verbergen? Nach einem Intro mit Indianergesang betritt die Band endlich die Bühne und legt mit ´Lil´ Devil´ los, gefolgt von ´Rain´. Zu jedem Song wird ein künstlerisch...

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