RH #305Seziertisch

RAGE

Seziertisch

RAGE

Das Trio um den Herner Peavy Wagner ist ohne Zweifel die produktivste deutsche Metalband. Im Vergleich zur nationalen Konkurrenz verweigerten sich RAGE immer einseitig teutonischen Klängen und gingen ihren ureigenen Weg, der maßgeblich von Peavys unvergleichlichem Songgespür geprägt ist. Die knapp drei Jahrzehnte währende Bandgeschichte spuckte ganze 21 Alben sowie einige EPs aus, weshalb es mehr als angebracht erschien, die RAGE-Diskografie auf unseren Seziertisch zu verfrachten.

Ohne Line-up-Wechsel schafft es kaum eine Band jahrzehntelang über die Runden, und so rappelte es auch bei RAGE einige Male im Karton, was meist eine leichte musikalische Kurskorrektur nach sich zog. Im Vergleich zu den anderen großen deutschen Metalbands wie Running Wild, Helloween oder Kreator mussten sich RAGE zu Beginn ihrer Karriere in Sachen Erfolg mit einem Platz in der zweiten Reihe begnügen. Vor allem der Fehlstart unter dem Namen Avenger inklusive falscher Label-Wahl führte dazu, dass man unter dem Namen RAGE erst 1986 via Noise ein Album in die Regale wuchten konnte, also zu einer Zeit, als der Kuchen schon unter den anderen Bands aufgeteilt war. (Fehlstart mit Avenger? Na ja, das kann man sicher auch ganz anders sehen. - Red.) Des Weiteren konnten die anfangs von Noise in die Thrash-Ecke gedrängten RAGE in den Achtzigern mit keinem Klassikeralbum die Aufmerksamkeit der Fanscharen auf sich ziehen. Erst als die anderen Acts Anfang der Neunziger etwas schwächelten, legten RAGE mit einem rundum erneuerten Sound und dem Album „Trapped!“ richtig los und durften endlich die Früchte der harten Arbeit ernten. Mit Meilensteinen wie „The Missing Link“ und „Black In Mind“ konnte die Band ihren Status weiter ausbauen, bevor die Orchester-Kollaborationen auf „Lingua Mortis“, „XIII“ und „Ghosts“ (damals ein Novum) der Truppe noch mal einen gehörigen Popularitätsschub verpassten. Leider zerbrach das damalige Line-up noch während der Arbeiten am „Ghosts“-Album. Mit der Hinzunahme von Victor Smolski und Mike Terrana (der mittlerweile von André Hilgers kompetent ersetzt wird) startete die technisch versierteste Phase der Band, die die Fans sowohl mit scheuklappenfreiem und variablem Power Metal als auch mit ausgefeilten Gitarren- und Orchester-Arrangements bedient. ...

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