RH #304Titelstory

STEVE HARRIS

Es geht voran

STEVE HARRIS

Ein Sideproject von STEVE HARRIS ist so ungefähr das Letzte, mit dem die Metal-Community gerechnet hat. Zumal das in Kürze erscheinende ominöse „British Lion“-Album des Iron-Maiden-Bassisten gänzlich anders klingt als vermutet.

Am leichtesten wäre es für Iron Maidens Gründer, Hauptkomponist und unangefochtenen Boss gewesen, ´ne Art Maiden-Generikum abzuliefern: Songs im Stil der Hauptband, jedoch ohne die Stammmannschaft und vor allem ohne Steves nicht unbedingt besten Freund, Götterstimme Bruce Dickinson. Oder aber ein Besinnen auf seine Prä-Metal-Wurzeln, die speziell bei den Prog-Frühwerken von Jethro Tull und Genesis liegen.

Doch „British Lion“ überrascht auch die informiertesten Alleswisser. Stellt euch eine klassische Hardrock-Band vor, die Anfang der Neunziger versucht, inmitten der Grunge-Welle ein Bein auf dem Boden zu behalten, sich also „alternativeren“ Sounds öffnet, um nicht den Anschluss zu verlieren, ihre Roots aber immer wieder durchscheinen lässt. Die Platte könnte locker 20 Jahre auf dem Buckel haben und hat es streckenweise scheinbar tatsächlich, wenn man etwas genauer nach Informationen gräbt.

Ein paar wenige Songs würden auch im Iron-Maiden-Kontext funktionieren. Grundsätzlich werden eiserne Jungfrauen-Fans hier jedoch einiges zu knabbern haben und brauchen einen tiefen Tellerrand, um den nötigen Zugang zu bekommen. Kommerziell betrachtet kann Großverdiener Steve das reichlich egal sein. Aber - und das ist nicht mal böse gemeint - da ist immer noch sein...

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