RH #304Krach von der Basis

FINNLAND-SPECIAL: Der Tod ist ein Meister aus... Finnland

Finnischer Death Metal kennt kein mediales Trommelfeuer. Im Gegensatz zu seinem schwedischen Nachbarn wurde er nie seziert und bis auf den innersten Kern freigelegt. Er mied das Licht und liebte das Unterholz. Große Labels wurden erst auf ihn aufmerksam, als er seine extreme, ruppige Frühphase abgelegt hatte. Umso faszinierender ist und bleibt, dass man beim Graben auf Bands stößt, die mit eigenem Sound und eigener Ästhetik vor mehr als 20 Jahren Musikgeschichte geschrieben haben. Das gerade jetzt die NWOFDM (New Wave Of Finnish Death Metal) unfassbar geniale Newcomer ausspuckt, war Grund genug, auf Spurensuche in die Vergangenheit zu gehen und die heißesten aktuellen Acts vorzustellen. Suomi Finland Perkele!

Reflections: Shadows of the past

Der Gestank von Carcass´ „Reek Of Putrefaction“ (1988) erschütterte eine ganze Teenagergeneration. Wie in Schweden (Corpse, Carnage) krabbelten auch in Finnland fortan Maden durch die Proberäume. REPULSE wagten einen „...Cartrip To Sweden“ (´87), um später unter dem Namen XYSMA infernalische Eitersalven abzufeuern. Mit „Swarming The Maggots“ (´89) verschaffte man sich Respekt. Deutlich mehr Todesblei-Anteile integrierten FUNEBRE auf ihrem Demo „Cranial Torment“ (´89) und die ebenfalls aus Turku stammenden DISGRACE, die 1990 gleich zwei Demos herausbrachten und mit „Grey Misery“ (´92) ein Hammerdebüt veröffentlichten. Im etwas weiter nördlicheren Vasaa hatten sich 1991 CARTILAGE und VOMITURITION gegründet. Kai Hahto (später Rotten Sound...

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