RH #304Interview

ADRAMELCH

In einem anderen Leben

ADRAMELCH

Nach ihrem 1988er Debüt „Irae Melanox“ (Underground-Legendenstatus!) und dem späten 2005er Nachfolger „Broken History“ sind die Progressive-Metaller ADRAMELCH vor wenigen Wochen mit dem sehr ordentlichen „Lights From Oblivion“ ein zweites Mal zurückgekehrt: sanfter als früher, aber immer noch unverkennbar. Vittorio Ballerio, Sänger der Italiener, erläutert die Hintergründe.

Vittorio, kannst du uns den Albumtitel erklären? Was sind die „Lights From Oblivion“ („oblivion“ = „Vergessen“)?

»Das „Vergessen“ steht in unserem Titel exemplarisch für unsere Gesellschaft. Wir leben in schwierigen, sogar in traurigen Zeiten, in denen es fast unmöglich ist, Trost zu finden oder in irgendeiner Hinsicht Vertrauen aufzubauen. Beinahe die ganze Welt ist in einer ihrer größten Krisen seit Menschengedenken gefangen, und das meine ich ganz bestimmt nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht - das gab´s schließlich schon öfter -, sondern vor allem in spiritueller. Sämtliche Werte, die wir erschaffen haben, bröckeln wie nie zuvor, und selbst die Kunst und die Kraft des Wortes, die uns früher auf gewisse Weise retten konnten, die eine Heimstatt boten, verschwinden mehr und mehr in der Dunkelheit. Die „Lichter“, die überhaupt noch existieren, sind dementsprechend wohl leider auch eher kaum sichtbare Schimmer als gleißend helle Fixpunkte.«

„Lights From Oblivion“ ist im Vergleich zu euren ersten beiden Alben weniger heavy und weniger rau, stattdessen deutlich rockiger. War das die oft zitierte natürliche...

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