RH #303Krach von der Basis

EREB ALTOR

Hexenmantra im Geisterreich

EREB ALTOR

In der nordischen Mythologie folgt auf Ragnarök ein Neuanfang. Somit verwundert es nicht mehr so sehr, dass die Bathory-Nachlassverwalter EREB ALTOR dem vermeintlich finalen Zweitwerk „The End“ mit „Gastrike“ ein wesentlich garstigeres, Black-Metal-lastigeres Opus folgen lassen. Trotz teilweise höherer Tempi und fieserer Vocals ist Epik immer noch ihr Markenzeichen.

Natürlich haben Mats und Ragnar - seit diesem Jahr mit Drummer Tord zum Trio angewachsen - nicht auf NS-Braun-Metall umgeschwenkt: Das Album heißt „Gastrike“, nicht „Gas Strike“. Auch gasbetriebene Trikes stehen nicht plötzlich im Lebensmittelpunkt von Mats.

»Doch, natürlich, ich bin ganz verrückt danach«, beliebt der Nordmann zu scherzen. „Nein, ernsthaft: Gästrike heißt die Gegend, in der ich lebe und die eng mit dem lyrischen Konzept des Albums verbunden ist. Ohne die Umlautpunkte klingt der Name etwas internationaler. Außerdem hat das Wort so noch eine andere Bedeutung und steht im Schwedischen für das Geisterreich. Ich erzähle keine zusammenhängende Geschichte, aber jeder Song ist mit unserem Kulturerbe verbunden. Die Texte handeln von alten Mythen und Geistergeschichten aus Gästrikeland. Ich habe viele solcher Geschichten gelesen, seit ich ´Myrding´ für „The End“ basierend auf einer Legende geschrieben habe. Bei der Suche nach Lektüre habe ich eine ganze Sammlung von horrorartigen dunklen Sagen aufgetan. Ein Nationalepos wie die Kalevala in Finnland haben wir nicht, aber in ´Gathering Of Witches´ ist der...

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