RH #303Krach von der Basis

MUTILATION RITES

Bart und Brille

MUTILATION RITES

Mit „Empyrean“ haben MUTILATION RITES den ersten Black-Metal-Geheimtipp des Jahres abgeliefert. Statt seelenlosem Geballer lieben die New Yorker es, sich in einem dreckigen Mix zu verlieren, der so klingt, als würden die frühen Darkthrone plötzlich eine Vorliebe für Doom, Crust und Sludge entwickeln. Irgendwie anders, trotzdem traditionell und voll boshafter Atmosphäre. Ein Gespräch mit den nächsten Hoffnungsträgern des US-Black-Metal.

Krustige Kutte statt Corpsepaint. Mit langem Bart und Brille vor einer Hausfassade stehen, statt sich in dramatischem Schwarzweiß im Wald abzulichten. MUTILATION RITES setzen bereits mit ihrem Bandfoto ein eindeutiges Zeichen. Hier geht es nicht darum, vier Musiker in Szene zu setzen und als außerweltliche Finsterlinge zu präsentieren, die eine losgelöste Existenz im Dienste des Black Metal verbringen. MUTILATION RITES sind eine einfache Band. Und schon damit zählen sie im Black Metal zu der Riege an außergewöhnlichen Acts, denen es in erster Linie um die Musik, nicht die Selbstdarstellung geht. An hinterer und doch vorderer Front dabei: Schlagzeuger Justin Ennis, selbsternanntes Sprachrohr der Truppe und Sludge-Fans vielleicht von seiner einstigen Tätigkeit bei den Underground-Königen Tombs bekannt. Auch Justin weiß, was im Black Metal heute viel zu oft schief läuft:

»Unser Ziel war es immer nur, Musik zu kreieren, die uns selbst zufriedenstellt. Wir wollten nichts anderes sein. Das ist das, was mit den meisten anderen Black-Metal-Bands nicht...

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