RH #303Interview

METAL HINTER GITTERN

JVA

Ein Besuch in der JVA Bützow

„Knast, Tod oder Rock´n´Roll“ philosophierten unsere hauseigenen Prog-Koryphäen Randalica bereits 1995. Rock´n´Roll kennen wir alle zur Genüge, und der Tod kommt noch früh genug. Also guckten wir mal im Knast nach - und fanden dort wiederum ´ne Menge Rock´n´Roll.

Wer hinter Gittern sitzt, sitzt dort meist aus gutem Grund. Dennoch kann es nicht schaden, den tristen Alltag der Insassen gelegentlich etwas aufzufrischen. Das dachte sich auch die norddeutsche Hardrock-Band Iron Horses und organisierte einen Auftritt in der Justizvollzugsanstalt Bützow.

Das idyllische Örtchen Bützow gehört zum Landkreis Rostock, liegt also in Mecklenburg-Vorpommern, hat keine 10.000 Einwohner, aber ein stattliches Gefängnis mit einer Grundfläche von 30 Hektar. Die Einrichtung existiert unter verschiedenen Namen seit 1839. Während des Dritten Reichs wurden hier Hunderte Gefangene exekutiert. Im Keller kann man noch den Nachbau eines Fallbeils und einige Fleischerhaken besichtigen. Zu DDR-Zeiten gehörte Bützow zusammen mit Bautzen zu den berüchtigtsten Wegsperrbauten überhaupt. Bis zu 16 Verurteilte mussten sich eine Zelle teilen. Nach dem Abgang des real existierenden Sozialismus wurde es zunächst kaum besser. Bützow blieb ein Horrorknast, in dem es 1995 zu einer blutigen Meuterei kam. Seitdem hat sich trotz der klammen Finanzlage des neuen Bundeslands vieles verbessert. Die Anstalt ist nur noch für 533 Straftäter zugelassen. 260 sitzen in Einzelzellen, der Rest ist in...

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