RH #302Interview

NILE

Spiel mit dem Tod

NILE

Die aktuellen politischen und sozialen Veränderungen in Ägypten sind zu nahe an der Realität für das Textkonzept eines NILE-Albums. Karl Sanders (g./v./keys) versteht seine immer tiefer in die Geschichte und Mythologie des Pharaonenreichs vordringenden Texte auch auf dem siebten Epos „At The Gate Of Sethu“ als Fluchtangebot aus der Realität. Geerdet wird er nach Aufnahmen und Touren von einem loyalen Freundeskreis außerhalb der Musikwelt.

Du stammst aus dem wegen seiner erzkonservativen Gottesfürchtigkeit sogenannten Bible Belt, Karl. Wie hast du deinen Sohn, nachdem du vor vielen Jahren das Sorgerecht für ihn zugesprochen bekommen hast, in religiösen Fragen erzogen?

»Ich habe Kael mehrfach als Kind „Das Leben des Brian“ von Monty Python gezeigt. Das erste Mal war er neun, und wir schauen den Film heute noch hin und wieder. Das half ihm sehr, eine Perspektive auf Religion ganz allgemein zu bekommen. Letztlich ist organisierte Religion immer ein Werkzeug zur Kontrolle der Massen. Monotheistische Religionen sind ein Zeichen des Niedergangs. Sie scheinen sich und damit die Welt auslöschen zu wollen.«

Spielt Kael ein Instrument und wird demnächst das Vorprogramm von NILE bestreiten?

»Dafür müsste er mehr üben; er ist noch nicht reif für eine Band (lacht). Mit seinem Musikgeschmack wäre er bei unserem Publikum auch nicht so willkommen. Er hält auf YouTube vor allem nach neuen Bluesmusikern Ausschau und spielt zu den Clips.«

Euer alter Drummer Pete Hammoura ist NILE und auch dir...

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