RH #301Festivals & Live Reviews

BLACK BREATH, TORMENTED, CHRISTIAN MISTRESS

Dortmund, FZW

BLACK BREATH

Einen Tag nach dem frühzeitig eingeheimsten Meistertitel liegt Dortmund anscheinend noch im Alkoholkoma. Anders ist es nicht zu erklären, dass bei dem hochwertigen Tourpackage nur ca. 60 zahlende Gäste im Club des FZW eintrudeln. TORMENTED steigen recht lässig in ihren Set ein und stören sich im weiteren Verlauf auch nicht daran, dass die meisten Zuschauer noch verhalten im mittleren Teil des Clubs ausharren.

In der ersten Reihe stehen hingegen vier Fünftel von Black Breath, die biertrinkenderweise mitwippen. Fronter Andreas Axelsson widmet der Truppe folglich den Song ´Rotten Death´, der am Ende in ´Black Breath´ umgedichtet wird. Der Gitarrensound brät durchgehend infernalisch in Schwedentod-Manier, wohingegen beim Schlagzeug die eine oder andere Timingschwäche auszumachen ist und die Triggersounds der Doublebass etwas zu präsent im Mix sind. Insgesamt eine gute, aufgrund der Bewegungsunfreundlichkeit der Musiker aber nicht überragende Vorstellung.

Da wissen CHRISTIAN MISTRESS schon eher, wie der Hase läuft. Vor allem Fronterin Christine Davis bangt am laufenden Meter, während die Instrumental-Fraktion mit ihren Vintage-Sounds ein glasklares Fundament zimmert. Christine versucht, die Zuschauer mit den Worten „Ich weiß, es ist Sonntag, aber es ist auch Heavy Metal!“ weiter nach vorne zu locken, leider nur mit mäßigem Erfolg. In der Setlist tauchen heute vielleicht ein paar zu viele Songs des hierzulande etwas unbekannten Debüts „Agony And Opium“ auf, wohingegen man den...

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