RH #300Interview

H.E.A.T.

Viel Glück

H.E.A.T.

Mit Vorurteilen werden die jungen AOR-Genies H.E.A.T. seit ihrem Debüt vor vier Jahren vor allem außerhalb ihres Heimatlandes konfrontiert: Wer in diesem Alter Rockmusik macht, die in den Achtzigern angesagt war, muss entweder Kutten-Metal spielen oder aber verrückt sein - zumindest, wenn man sich lieber an poppig-eingängige Melodien hält und in die Fußstapfen von Europe treten will. Mit dem Sängerwechsel gossen die Schweden zusätzlich Öl ins Feuer, schließlich ist es absolut uncool, einen Casting-Gewinner am Mikro zu haben. Ebenjener Erik Grönwall stellte sich nun der Presse.

Der 24-jährige Sänger hat durchaus Erfahrung in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. Nach dem Sieg der TV-Casting-Show „Swedish Idol“ im Jahr 2009 stand Erik plötzlich im Rampenlicht und konnte mit seinem ersten Soloalbum die Spitzenposition der schwedischen Charts erobern. Wie wenig Metal die Teilnahme an solchen TV-Formaten ist, weiß der blonde Sänger trotzdem genau.

»Das ist mir durchaus bekannt«, lacht Erik. »Aber in Schweden wird es mittlerweile akzeptiert, wenn man bei solchen Talentshows mitmacht, weil wir richtige Rocksongs singen dürfen. Deshalb mögen jetzt auch Metalheads die Sendung und gucken regelmäßig. Ich weiß aber natürlich, was du meinst. Cool ist was anderes. Aber wenn du einen Weg suchst, um als Sänger gehört zu werden, und im Musikbereich arbeiten willst, ist das manchmal die einzige Möglichkeit. Ich habe vorher alles versucht und auch mit Produzenten gesprochen, die permanent...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.