RH #299Krach von der Basis

LUNAR AURORA

Mia san mia

LUNAR AURORA

Die einstigen Bandgründer Aran (alle Instrumente) und Whyrhd (v.) haben die Black-Metal-Institution LUNAR AURORA als reines Studioprojekt wiederbelebt. „Hoagascht“ ist gänzlich im oberbayrischen Dialekt getextet, der schon ´A Haudiga Fluag´ von der Split-LP mit Paysage D´Hiver prägte.

Aran, die Worte zu Beginn von ´Im Gartn´ muten angesichts eurer Rückkehr seltsam an: „Der Tod muss so schön sein... kein Gestern und kein Morgen“. Woher stammen die Sprachsamples von Oscar Wildes erster Erzählung „Das Gespenst von Canterville“?

»Das muss ein älteres Hörbuch aus den Siebzigern sein. Am Rechner habe ich einen Vocoder die alte Aufnahme nochmals nachsprechen bzw. sampeln lassen, um eine etwas fahlere Stimmlage zu erreichen.«

Strahlt die literarische Vorlage auch auf andere Texte wie ´Geisterwoid´ ab?

»Man darf den kleinen Ausschnitt nicht überbewerten. Er passte einfach als Intro zum Lied. Ansonsten interessiert mich Oscar Wilde recht wenig. Zu ´Geisterwoid´ und überhaupt zu all unseren Texten auf dem neuen Album gab es keine Vorlagen von anderen Autoren, Filmen oder sonstigem. Das Intro zu ´Im Gartn´ und das Lied selbst waren schon fertig, als wir uns endgültig für ein komplett bayrisches Album entschieden.«

Unter „Hoagascht“ versteht man eine musikalische Veranstaltung mehrerer Interpreten, ursprünglich auf der Bank im eigenen Garten abgehalten. Das passt eher zu einer Folkband als zur jetzigen reduzierten Besetzung.

»Ich kenne es aus der eigenen Familie, dass dort...

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