RH #297Krach von der Basis

STREAMS OF BLOOD

Jesus geht´s scheiße

Streams Of Blood

Eiskalt, übellaunig und herrlich Old School ballern die Black-Metaller STREAMS OF BLOOD durch stumpfe Raserei, garstiges Uffta-Uffta und feistes Midtempo.

Der erste Longplayer „The Descent To The Source Of Disorder“ strahlt zwar etwas Heimwerkerflair aus, überzeugt jedoch unterm Strich locker und begeistert in diversen Momenten sogar höchst vorzüglich (checkt z.B. das königliche Riff, das in ´Fullmoon Era´ ab 2:20 Minuten für Ganzkörpergänsehaut sorgt).

Hinter STREAMS OF BLOOD stecken zwei Bayern. Chef ist Multi-Instrumentalist Angelo „Thymos“ Alexander (g./b./v.), 24 Jahre alt, im wahren Leben Groß- und Außenhandelskaufmann auf dem Frankfurter Flughafen und durch und durch unblackmetallisch sympathisch wirkend.

»Ich mache einfach, worauf ich Lust habe«, erklärt er auf die Frage, wie es kommt, dass der Bandname eher nach Todesmetall riecht und das Album-Artwork mit Patronengurten, einem Kriegsfoto und ´ner Gasmaske in die War-Metal-Ecke geht.

»Patronen und Blut gefallen mir, und Gasmasken mochte ich schon als Kind. Mein Onkel hatte in München ein Geschäft für Filmrequisiten. ABC-Schutzanzüge haben mich ebenfalls fasziniert. Das wirkt alles äußerst brutal und erinnert fast an klassische Ritter. STREAMS OF BLOOD war zunächst ein Soloprojekt von mir, repräsentiert meine Gedanken- und Gefühlswelt aber immer noch sehr gut. Es begann eher zufällig, als ich lange Zeit im Krankenhaus lag und auf der Gitarre rumklimperte.«

So entstehen ja nicht unbedingt Black-Metal-Songs.

»Bei...

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