RH #296Krach von der Basis

WOLVHAMMER

Schwarzhändler des Krieges

Amerika 2011: Waldorfschüler, Naturburschen, Intelligenzler und Pink-Floyd-Fans regieren den Yankee-Black-Metal. Plötzlich eine Explosion und barbarisches Donnerwetter. WOLVHAMMER verschaffen sich mit Waffengewalt Platz am Koalitionstisch. Wir sprachen mit dem 31-jährigen Bandchef Heath Rave über den Knochenbrecher „The Obsidian Plains“ sowie seine Vorlieben für alte Schwärze und neue Einflüsse.

Heath, bei aller stilistischen Vielfalt von WOLVHAMMER: Seid ihr eine Black-Metal-Band oder eine Combo, die u.a. von Black Metal beeinflusst wurde?

»Wir sind eine Metalband mit unzähligen Einflüssen. Black Metal ist allerdings ein ganz wichtiger Aspekt für uns, genauso wie Alkoholmissbrauch sowie extrem schlechte Meinungen, die wir über uns selber haben.«

Wie meinst du das?

»Nun, wir mögen uns nicht besonders. Das wiederum setzt jede Menge destruktive Energie frei, die unsere Songs beeinflusst.«

„The Obsidian Plains“ ist ein Album über Misanthropie und ein erbärmliches Dasein in der modernen Gesellschaft.

»Richtig. Das derzeitige Vegetieren auf diesem Planeten ist absolute Verdammnis. So jedenfalls empfinde ich das, und das ist die Kernaussage meiner Band. Bei uns gibt´s keine Religion oder Anti-Religion, sondern nur das vertonte Gefühl, ein Fremdkörper auf der Erde zu sein.«

Welche Bands hatten dich auf den Geschmack gebracht, brutalen Hass zu vertonen?

»Motörhead, Bathory, Venom, Hellhammer und Amebix. Wir waren in der extremen Metalszene rund um Chicago zugange, aber nun als...

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