RH #295Titelstory

Gott zum Gruße! (Oder auch nicht.)

 

 

Jeden Tag werden auf der Erde ca. 380.000 Menschen geboren, ca. 155.000 sterben. Jeden Tag werden, von solch existenziellen Ereignissen überwältigt, allein durch ihre unbändige Freude und tiefste Trauer Millionen Menschen - Eltern, Kinder, Geschwister, Verwandte und Freunde - auf simpelste Fragen zurückgeworfen, deren Antworten, egal, wie sie auch ausfallen, wohl in den allermeisten Fällen mit großen Zweifeln belegt sind: Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Gibt es einen Gott? Warum lebe ich? Wie soll ich leben? Was ist Gut? Was ist Böse? Habe ich eine Aufgabe? Welche ist das? Und bin ich auf meinem Weg irgendeiner Moral verpflichtet?

Natürlich existieren auf alle diese Fragen vereinzelt auch Antworten, die man als subjektive Wahrheiten bezeichnen könnte (Michael Kiske, weiter hinten im ausführlichen Interview, ist ein gutes Beispiel für jemanden, der klar „überzeugt“ ist), und natürlich ist „echter“, „tiefer“ Glaube in keiner Weise „relativ“ und „verhandelbar“ (etwas, das der Papst - man darf zu den Inhalten, die seine Kirche vertritt, stehen, wie man will - ganz richtig sieht) - aber wer kann schon von sich behaupten, wirklich seine eigene Wahrheit gefunden zu haben? Und, noch komplizierter: Wer weiß als Suchender denn schon, ob dieses Finden tatsächlich so erstrebenswert ist, wenn auch - es mag banal klingen - der Weg das Ziel sein könnte?

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man gerade den Heavy Metal, also die „Kernmusik“ des Rock Hard, als DEN modernen Soundtrack zu...

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