RH #295Seziertisch

CHUCK SCHULDINER

Seziertisch

All killer, no filler!

Weil Frank ja bereits die Rock-Hard-relevanten Eckpunkte der DEATH- bzw. Chuck-Schuldiner-History umrissen hat, wollen wir uns hier nicht lange mit platzraubendem Vorgeplänkel aufhalten, sondern direkt zum musikalischen Nachlass eines der größten Death-Metal-Gitarristen aller Zeiten kommen: Es gibt schlichtweg keine Schuldiner-Recordings, unfertige (und gegen den Willen von Chucks Freunden veröffentlichte) Demos ausgenommen, die man als „überflüssig“ bezeichnen kann. Im Falle DEATH geht es also lediglich um die Kategorien „unverzichtbar“, „sehr, sehr gut“ und „unterbewertet“. Und das können wahrlich nicht viele Musiker für sich in Anspruch nehmen!

Unverzichtbar

LEPROSY
(Combat/Century Media, 1988)

Man kann sich darüber streiten, ob „Leprosy“ nun das beste Death-Metal-Album aller Zeiten ist oder „nur“ eines der besten drei (die anderen beiden wären Morbid Angels „Altars Of Madness“ und Entombeds „Left Hand Path“ aus meiner Sicht) - aber die gigantische Bedeutung dieser zweiten Schuldiner-Platte kann beim besten Willen niemand in Frage stellen. War das Debüt „Scream Bloody Gore“ (mehr dazu später) noch eher Wegbereiter als Klassiker, so hatte „Leprosy“ bereits alles, was der Fan mit dem Namen DEATH verbindet: aggressives, sehr frisches, unverbrauchtes Riffing (neben Chuck sägte Rick Rozz die zweite Gitarre in Stücke), ein brutaler, tighter Rhythmusteppich (Bill Andrews, Terry Butler), Chucks absolut einzigartiges Organ (das auch unbedarfte Hardrocker...

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