RH #295RH vor 10 Jahren

Pentaherzchen auf´m Pestwurz

Der 11. September 2001 zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Dezemberausgabe. Doch der wahre Feind trägt Goldkettchen statt Backenbart.

ZAKK WYLDE schießt sich zur Abwechslung auf Foo Fighter Dave Grohl ein: »Wenn ich ihn jemals treffe, werde ich ihm eine reinhauen. Die Foo Fighters sind eine verfickte süßliche Mädchenband, aber trotzdem darf dieser Motherfucker Songs für Ozzy schreiben! Nur weil er bei den verfickten Shitvana gespielt hat! Fuck Dave Grohl!«

Auch nicht leicht hat´s YNGWIE MALMSTEEN. Er fiedelt in Brasilien die amerikanische Nationalhymne und wird dafür von 1.500 „Fans“ ausgebuht und mit Dreck beschmissen. Zur Belohnung gibt´s das Stück als Zugabe noch mal, gewürzt mit einem kernigen „God bless America and FUCK YOU ALL!“.

Vom Herrgott fühlen sich die Amis nach 9/11 allerdings ziemlich verlassen. Dafür legen die ARD-Rundfunkanstalten ihre Pietätslatte in ungeahnte Höhen. Nicht mehr zum Einsatz kommen u.a. Led Zeppelins ´Stairway To Heaven´, Frank Sinatras ´New York, New York´ und ´Bridge Over Troubled Water´ von den Schmusebarden Simon & Garfunkel.

Die völlige Arschkarte ziehen DREAM THEATER, die exakt am Tag der Attentate den Tripledecker „Live Scenes From New York“ in die Läden wuchten wollten. Coverartwork: eine brennende Big-Apple-Skyline. Auch BUSH rudern zurück und lassen den Schatten eines Flugzeugs vom „Golden State“-Frontbild verschwinden. Die erste Singleauskopplung wird von ´Speed Kills´ in ´The People That We Love´ umgetauft.

Wolf Mühlmann...

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