RH #295Interview

KRISIUN

Gaucho-Death-Metal

Endlich hat die brasilianische Todesschwadron mit dem sozialen Gewissen ihre seit dem Interimsalbum „Bloodshed“ angedeuteten Midtempo-Tendenzen im technisch versierten Blast-Gekeule ausgebaut. Bassist/Sänger Alexandre Kolesne Camargo ruft auf zu „The Great Execution“.

Alex, schwingt in den Verweisen eures aktuellen Infoschreibens auf die Nutzung von analogem Equipment und die heutzutage zumeist überkomprimierten Sounds auch Selbstkritik mit?

»Jedes KRISIUN-Album unterscheidet sich bezüglich des Sounds und des Songwritings voneinander. Es war Zeit, etwas zu verändern, denn wir haben natürlich auf unserem Weg einige Fehler gemacht. Wir sind mit den frühen Klassikern von Metallica und Slayer aufgewachsen. Die klangen alle modern und heavy, man konnte ihre Dynamik und den Variantenreichtum spüren.«

Warum wurden die Akustikgitarren auf eurem neuen Album nicht von Moyses eingespielt: Fehlten ihm das Equipment, die Spieltechnik oder das Feeling für diesen Gaucho-Stil?

»Wir wollten unbedingt Marcello Caminha als Gastmusiker gewinnen. Man hört darin eine spanischen Flamenco-Einschlag. Marcello ist einfach prädestiniert dafür. Moyses könnte es nachspielen, aber nicht mit dieser Intensität und Atmosphäre. Camonhas Musik ist schwer zu beschreiben, er hat bis vor einigen Monaten für ein Gesangsduo gearbeitet. Eine Band ohne richtiges Schlagzeug, nur mit Tribal-Drums, einigen Konzertgitarren und einem Bass. Gaucho heißt auf Englisch schlicht Cowboy, aber es geht nicht um die...

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