RH #294Seziertisch

PINK FLOYD

Seziertisch

Keine Progrock-Band hat das Metal-Universum stärker geprägt als die visionären britischen Sound-Architekten PINK FLOYD, deren atemberaubende Klangkathedralen sogar bei extremeren Acts wie Mastodon oder Enslaved hörbare Spuren hinterlassen haben. Neben sehr viel Genialem findet sich im Floyd-Katalog aber auch so mancher Stinker.

Unverzichtbar

The Piper At The Gates Of Dawn
(Columbia/EMI, 1967)

Für die einen ist das PINK FLOYD-Debüt das erste Progrock-Album, für andere der Heilige Psychedelic-Gral, und es gibt durchaus auch Leute, die die Scheibe vor allem wegen ihrer poppigen Ohrwürmer mögen. Das parallel zum Beatles-Meisterwerk „Sgt. Pepper´s Lonely Hearts Club Band“ in den Londoner Abbey Road Studios aufgenommene „Piper“ ist all das und noch viel mehr - ein herrlich unbeschwerter und unkonventioneller Sternenhaufen, in dem das mit einem chromatischen Lauf in die Tiefen des Alls vorstoßende Space-Rock-Flaggschiff ´Astronomy Domine´ (später großartig von Voivod gecovert) und die Wurmloch-Achterbahnfahrt ´Interstellar Overdrive´ völlig widerspruchsfrei im selben Raum-Zeit-Kontinuum existieren wie die skurrilen Flower-Power-Hits ´The Gnome´ und ´Bike´. Für den damaligen Floyd-Hauptkomponisten Syd Barrett ist sein innerer Klangkosmos allerdings etwas zu vieldimensional. Schon kurz nach den LP-Aufnahmen verirrt er sich irgendwo zwischen Schwarzen Löchern und Supernovae und wird nur noch selten im Diesseits gesichtet.

Die definitive „Piper“-Version ist die 40th Anniversary...

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