RH #294Interview

MELIAH RAGE

Die durch die Hölle gehen

Keine Frage: MELIAH RAGE haben im Laufe der Jahre einige schwächere Scheiben veröffentlicht und lebten eine ganze Weile eigentlich nur noch von ihrem guten Namen. Doch seit ein paar Jahren geht´s qualitativ bei der Truppe aus Boston wieder bergauf, was der aktuelle Longplayer „Dead To The World“ unterstreicht.

Zusammen mit den mächtigen Wargasm bildeten MELIAH RAGE Anfang der Neunziger die Speerspitze der Bostoner Metalszene und veröffentlichten auf einem Majorlabel zwei sehr gute Studioscheiben, auf denen sie kraftvollen und aggressiven Speed Metal zelebrierten, bevor auch sie ein Opfer der aufkommenden Grunge-Bewegung wurden und ihren Majordeal schneller los waren, als ihnen lieb sein konnte.

Speed Metal. Ein geradezu anachronistischer Begriff, der heutzutage kaum noch Verwendung findet. Aber er passt zur Musik von MELIAH RAGE wie die Faust aufs Auge, denn damals wie heute spielen die Amis eine knackige Mischung aus klassischem Heavy Metal und zahlreichen Thrash-Einschüben. Vor wenigen Monaten hätte die Band eigentlich auf dem Headbangers Open Air ihren ersten Auftritt seit 20 Jahren in Deutschland spielen sollen, aber daraus wurde leider nichts.

»Wir haben´s versemmelt«, lässt uns Gitarrist und Hauptsongschreiber Anthony Nichols wissen. »Wir alle leben mehrere hundert Kilometer voneinander entfernt und konnten es schlichtweg nicht organisieren, dass wir uns alle eine Woche lang an demselben Ort aufhalten und vernünftig einen Liveset einstudieren. Und ohne ausgiebige...

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