RH #293Krach von der Basis

REX MUNDI

Intellektuell inspirierend

Sie dementieren heftigst, eine französische Band zu sein, verbergen ihre irdische Existenz hinter den Namen von Erzengeln. Aber RÊX MÜNDI zeigen als Black-Metaller auf ihrem in Albumform neu aufgenommenen 2005er Demo „IHVH“ mehr Kenntnis über Religionsgeschichte als der gemeine Christ von nebenan.

Ähnlich wie einst bei den stilistisch völlig anders gelagerten Mekong Delta soll die Musik für sich sprechen. Metatron, sind RÊX MÜNDI Teil einer (Metal-)Bruderschaft, oder verabscheut ihr das typische Szenegebaren als Schwäche?

»Selbst bezogen auf eine mögliche lokale Szene sind wir ziemlich isoliert, nur ein Musiker von uns spielt momentan aktiv Gigs mit einer anderen Band. Ich selbst war in meinem ganzen Leben vielleicht auf einer Handvoll Konzerte, die nicht zu jenen von häufig tourenden Bands wie Vader oder Mayhem zählen. Ich war viel engagierter in der Gemeinschaft, bis mir auffiel, dass sich kaum jemand für die Dinge interessierte, die mir wichtig waren. Ich bin mir nicht sicher, ob es Schwäche ist, auf diese Weise Anschluss zu suchen. Was ist Schwäche, was Stärke? Das sind komplett subjektive Ideen. Man muss sich nur über die Auswirkungen einer Mobmentalität bewusst sein. Wenn du ein Teil davon bist, was unterscheidet dich dann noch von religiösen Sekten, von denen sich die Metal-Gemeinschaft so entschieden distanziert?«

Eure Fotos verbergen eure Identität, dafür führt ihr im Wald schmucke Waffen vor. Sind das Museumsleihgaben oder wertvolle Familienerbstücke?

»Ein Kumpel...

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