RH #293Interview

STEVEN WILSON

Ein Stück vom Glück

Ein fantastisches Album: Porcupine-Tree-Kopf STEVEN WILSON übertrifft sich auf seinem neuen Doppeldecker „Grace For Drowning“ selbst, der schlaksige Engländer bewegt wie seit „Fear Of A Blank Planet“ nicht mehr. Ein Gespräch über das Schöne im Hässlichen und eine Aufgabe namens Leben.

Steven, deine diesmal deutliche Anlehnung an den Jazz ist kein Zufall, sondern deiner anderen Arbeit geschuldet, die du stets kritisch wie kaum ein Außenstehender beurteilst.

»Ja, denn die frühen Porcupine-Tree-Alben klangen sehr frei, sehr experimentell, auch psychedelischer, und sie enthielten diverse Improvisationen. All das ist über die Jahre ein wenig verloren gegangen, heutzutage haben wir es bei Porcupine Tree eher mit musikalischer Architektur zu tun, alles ist geplant. Das ist in gewisser Weise schade, und vor allem auf den letzten drei Porcupine-Tree-Alben vermisse ich ein Stück weit die absolute musikalische Freiheit. Auch deshalb habe ich diesmal hauptsächlich mit Jazzmusikern zusammengearbeitet, zum Beispiel mit Gitarrist Mike Outram, der schon auf meiner ersten Soloplatte zu hören war, und Schlagzeuger Nic France. Die Sache bei Jazzdrummern ist: Sie spielen quasi durchgehend Soli (lacht). Aber genau das wollte ich, denn das ist es, was mich fasziniert, wenn ich Platten aus den Siebzigern höre. Michael Giles von King Crimson oder Bill Bruford von Yes und später King Crimson waren ähnlich, der Rest der Band musste sich in gewisser Weise nach ihnen richten. Diese Drummer bestimmen das Tempo, sie lassen mit ihrem Spiel die Musik gefährlich klingen.« ...

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