RH #292Lauschangriff

STEVEN WILSON

Retter in der Not

Zweieinhalb Jahre hat Porcupine-Tree-Tausendsassa STEVEN WILSON gebraucht, um sein zweites Soloalbum fertig zu stellen. „Grace For Drowning“ (VÖ: 23. September) zeigt vor allem eines: Jazz ist gar nicht so anders, wenn man progressive Musik endlich mal progressive Musik sein lässt.

London, Mitte Juli, im schicken Stadtteil Belsize Park findet sich von Ortsansässigen wie Tim Burton, Kate Winslet, Jude Law oder Kate Moss keine Spur, stattdessen jahreszeituntypische Kühle und immer wieder mal ein Regenguss. STEVEN WILSON sitzt im Kontrollraum des AIR-Studios (u.a. Peter Gabriel, Jamiroquai, Katie Melua), trägt ein Jubiläumsshirt des Prog/Avantgarde-Online-Shops Burning Shed (auch Wilson vertreibt hier seine Arbeiten), bittet seinen Manager, ihm ein Wasser zu bringen - und ruht in sich selbst. Noch dünner als sonst sieht der 43-Jährige aus, man glaubt ihm das Zitat auf seiner Homepage, „Grace For Drowning“ sei sein bis dato größtes Projekt, spätestens jetzt, wenn man das alles vorher für Promoquatsch gehalten hat, denn irgendwas muss man ja schließlich schreiben, und der Mann macht viele Platten.

»Ich habe in Sachen Songwriting tatsächlich für kein anderes meiner Alben ähnlich lange gebraucht, und ich musste mich einer Menge Herausforderungen stellen«, rekapituliert Wilson unaffektiert. »Ich wollte zum ersten Mal hauptsächlich mit Jazz-Musikern arbeiten, zudem war ein echter Chor involviert. Es gibt ein Saxophon und Klarinetten, das Spektrum ist einfach noch breiter als sonst. Im...

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