RH #292Interview

COMMUNIC

Viel zu teuer

Mit ihrem vierten Langeisen, dem düsteren Konzeptalbum „The Bottom Deep“, konnte das Trio aus Norwegen um Mastermind Oddleif Stensland (v./g.) nicht nur den Soundcheck unserer letzten Ausgabe gewinnen, sondern auch seinen Anspruch als die legitimen Thronfolger von Nevermore untermauern, die anscheinend kurz vor dem Aus stehen.

Oddleif, warum habt ihr mehr als drei Jahre gebraucht, um ein neues Album zu veröffentlichen?

»Nach dem Release unserer letzten Platte ist jemand aus meinem engsten Umfeld gestorben, woraufhin ich eine längere Auszeit nahm, um das Ganze verarbeiten zu können und neue Energie zu tanken. An einem Punkt dachte ich sogar, dass das Ende von COMMUNIC gekommen wäre und ich nie wieder glücklich werden würde. Zu der Zeit hatte ich meine Gitarre sieben Monate nicht angerührt, geschweige denn Musik komponiert, weil ich physisch und psychisch völlig fertig war. Deshalb heißt die Scheibe auch „The Bottom Deep“, denn ich hatte das Gefühl, am absoluten Tiefpunkt angelangt zu sein. Dennoch hatte ich immer ein kleines Notizbuch einstecken bzw. neben meinem Bett liegen, in das ich meine Gedanken und vor allem meine Fragen geschrieben habe. Daraus ist mein bis dato persönlichstes Album geworden, mit dem ich mich selber therapiert habe. Trotzdem hoffe ich, dass sich einige Leute die Scheibe nur wegen der Songs anhören werden - zumal ich nicht auf so was wie Mitleid aus bin. Im Gegenteil: Mir geht´s inzwischen wieder gut, und verglichen mit den vielen Tragödien, die sich in letzter Zeit auf der ganzen Welt ereignet haben, ist das eine Kleinigkeit, was mir widerfahren ist. Trotzdem sehe ich die Veröffentlichung von „The Bottom Deep“ mit gemischten Gefühlen. Einerseits bin ich aufgeregt, andererseits habe ich Angst davor, weil ich mein Innerstes nach außen kehre. Allerdings hätte ich die Songs auch ohne Plattenvertrag nur für mich selbst aufgenommen. Ich drücke meine Gefühle und Gedanken eben lieber durch Musik aus, als darüber zu reden.« ...

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