RH #292Interview

HUNGÖVER

Am Tag danach

Auf der letzten Rock-Guerilla.tv-DVD hat Ex-Sodom-Drummer Bobby Schottkowski schon seine neue Combo vorgestellt. Wir folgten der Einladung der Band und ließen uns im Proberaum exklusiv die ersten Songs um die Ohren hauen.

Seit der letzten Begegnung ist schon wieder einiges passiert. Mit Marco (ex-Japanische-Kampfhörspiele) hat man einen Bassisten gefunden, beim Bandnamen gab man HUNGÖVER den Vorzug gegenüber Scarbringer.

»Wir waren uns eh noch nicht sicher, ob wir den Namen Scarbringer behalten wollen«, gibt Gitarrist Zoran preis, bevor Bobby sich einschaltet: »Das geschah auf dem Rock Hard Festival aus einer Laune heraus. Und als wir dann alle nücht..., äh, nach dem RHF haben wir uns dann gedacht, dass der Name gar nicht zu uns passt. Mit HUNGÖVER konnten wir uns, und vor allem am besagten Tag, schon mehr identifizieren, hüstel.«

Und dann geht es im HUNGÖVER-Asyl, dem Proberaum von Jörg Michael, auch schon rund: Die Combo prügelt sich durch fünf Songs (´In The Eyes Of The Enemy´, ´Get The Shit Out´, ´Reborn´, ´Suffer And Love´ und ´All In My Head´), die sich alle durch eingängiges Songwriting, fette Riffpower, variables und tightes Drumming sowie Domes (Dyora, ex-Gammlux) angepissten Gesang auszeichnen. Die Gruppe kommt gut ins Schwitzen, weshalb man sich zur Erfrischung ein kühles Blondes genehmigt und unsere Fragen beantwortet:

Wie kam die Band zusammen?

Zoran: »Angefangen hat es mit mir. Nachdem ich bei Black Messiah ausgestiegen bin, hab ich mich nach neuen Musikern umgeschaut. Durch einen Bekannten bin ich an Dome geraten. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch.«

Bobby: »Ich bin durch Zufall auf die beiden aufmerksam geworden. Meine Freundin Nadja ist bei MySpace rumgesurft und ließ einen Song laufen, der mir total gefiel. Nadja meinte daraufhin, dass sie mit Zoran schon mal einen getrunken habe. Ich sach zu ihr: „Wenn der mal einen Schlagzeuger braucht, soll er Bescheid sagen.“ Da sacht sie: „Ja, der sucht hier gerade einen.“ Ich so: „Schreib mal, ich hätte Zeit!“«

Marco: »Ich hatte im Januar mit JaKa mein Abschiedskonzert. Mein alter Gitarrist Klaus hat den Zoran mal mit zu mir nach Hause gebracht. Es hat keine fünf Minuten gedauert, da haben Zoran und ich uns hervorragend verstanden und beschlossen, dass wir bald mal zusammen Musik machen müssen. Zoran hatte anfangs nur wegen der Distanz etwas Bedenken. Ich wohne in Gummersbach, das liegt 100 Kilometer von hier. Wir haben es dann aber einfach mal versucht.«

Bobby: »Und nach dem ersten Song war klar, dass er dabei ist. Jetzt fehlt uns nur noch ein zweiter Gitarrist.«

Dome: »Wir haben schon einige angesprochen, aber bisher hat es noch nicht so richtig gepasst.«

Zoran: »Es wird ein tighter Rhythmus- und Sologitarrist gesucht. Wer Bock hat, kann sich unter guitarscout@gmx.de bei uns melden. Unser Ziel ist es, Ende des Jahres ins Studio zu gehen.«

Bleibt noch die Frage, wir ihr euch stilistisch einordnen würdet.

Zoran: »Ich sag immer, das ist eine Mischung aus Hardcore Superstar, Danko Jones, Megadeth und Pantera. Es ist auf jeden Fall laute Rockmusik.«

Dome: »Man kann auch einfach sagen: Old School meets New School.«

Bobby: »Es liegt irgendwo dazwischen. Aber die Einordnung ist echt schwer. Marco, kannst du das einordnen?«

Marco (furztrocken): »Nee, ich kenn mich mit Musik nicht aus.« (schallendes Gelächter)

 
 

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