RH #292Interview

SISTER

Alles im Arsch

Mit SISTER schickt Schweden einen weiteren hoffnungsvollen Newcomer ins Rennen, um das ins Stocken geratene Sleaze-Metal-Revival wieder in Schwung zu bringen. Dass deren Debüt „Hated“ nun bei einem reinrassigen Metal-Label wie Metal Blade erscheint, wofür kein Geringerer als Primordial-Sänger Alan Averill verantwortlich ist, lässt hoffen, dass an der Haarspray-Front doch noch was geht.

Es ist der zweite Tag des Sweden-Rock-Festivals. Es regnet ununterbrochen, seit Hardcore Superstar am Vorabend den ersten Tag des Open Airs beendet haben, was den drei Gestalten, die mit einem Ghettoblaster und Plastiktüten voller Bierdosen bewaffnet über den Vorplatz des Festivals schlurfen, allerdings wenig auszumachen scheint. Zumindest Basser Rikki hat den Kampf gegen das Nass noch nicht aufgegeben und versucht unentwegt, seine toupierten Haare wieder in Position zu bringen. Ansonsten fügt er sich ebenso wie Sänger Jamie und Drummer Cari in sein Schicksal, wischt mit einer Handbewegung zumindest die tiefsten Pfützen von einer freien Sitzbank, bevor die Truppe Platz nimmt, und zeigt sich nicht ganz damit einverstanden, dass ihr Debüt „Hated“ in zahlreichen Reviews gerne mit den Platten der Murderdolls verglichen wird.

Rikki: »Wir haben eben noch darüber gesprochen, dass uns im Moment viele Leute in diese Schublade stecken, aber ich denke nicht, dass wir eine Horrorpunk-Band sind wie die Murderdolls.«

Jamie: »Wir hören alles Mögliche, von Roky Erickson bis Behemoth, was sich auch in unserem...

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