RH #291Interview

RIVAL SONS

Zu jung, um alt zu sein

Eigentlich liegen sie mit ihrer Musik genau im Trend der Zeit: Die Südkalifornier RIVAL SONS klingen wie Free, Led Zeppelin, Cream, die Stones oder The Who, verachten selbstverständlich alles, was den Zusatz „digital“, „modern“ oder „zeitgemäß“ trägt - und entsprechen damit (Gott sei Dank) genau dem Zeitgeist. Denn natürlich haben alle, die vor 15 Jahren Nu Metal „cool“ fanden und „Visions“ gelesen haben, eigentlich immer schon viel lieber alte, verkratzte Vinyl-Platten gehört...

»Es gibt uns seit 2008«, beginnt Gitarrist Scott Holiday, ein geborener Rockstar, der aber noch angenehm natürlich und unaffektiert wirkt. »Wir haben von Anfang an viel live gespielt und schnell das Interesse der EMI auf uns gezogen. Wir produzierten ein Album („Before The Fire“, 2009 - gk), das dann jedoch nicht veröffentlicht wurde und rechtetechnisch an uns zurückfiel. Weil wir die Songs nach wie vor stark finden, haben wir dieses Album bei Konzerten selbst verkauft. Inzwischen ist es vergriffen und ein echtes Sammlerstück.«

Es hatte also keine qualitativen Gründe, dass der Vertrag mit der EMI aufgelöst wurde, bevor überhaupt ein Tonträger das Licht der Welt erblickte?

»Es lag wohl auch daran, dass ich erst etwas später zur Band stieß«, erklärt Sänger Jay Buchanan, der optisch wie ein sehr junger Jimmy Page rüberkommt. »Der Vertrag war ohne mich ausgehandelt worden - und dann passierte lange gar nichts. Bei der EMI gab es weltweit gigantische Veränderungen, die natürlich mit dem kommerziellen...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen