RH #289Krach von der Basis

SONNE ADAM

Erleuchtung durch Flammen

Eine begrüßenswerte Entwicklung der jüngsten Zeit ist das Interesse der Extrem-Metal-Fans für Überfallkommandos, die genau in der Schnittmenge von altem Black Metal und Death Metal der Achtziger-Schule knüppeln und zudem im Nebel des Okkulten agieren. Ein aktuelles Beispiel hierfür sind die Israelis SONNE ADAM, die mit ihrem Debütalbum „Transformation“ einen brillanten schwarzen Brocken ausgehustet haben. Wir sprachen mit dem 31-jährigen Bandkopf Davidov.

Davidov, zunächst mal vermutet man, dass euer Bandname auf holprigen Deutschkenntnissen basiert. Dies ist aber grundlegend falsch!

»Richtig, denn der Bandname stammt aus dem Hebräischen. „Sonne“ bedeutet „Hass“, und „Adam“ bedeutet „Mensch“ bzw. „menschlich“. Also kann SONNE ADAM mit „Hass auf alles Menschliche“ übersetzt werden. Allerdings finde ich, dass mit der Übersetzung in eine andere Sprache das mystische Element verschwindet. Wie auch immer: Mit dem Namen SONNE ADAM drücken wir unsere musikalischen Visionen aus.«

Wie problematisch ist es, im Heiligen Land eine extreme, okkulte Band am Laufen zu halten?

»Nun, wir haben eine Demokratie, und alles wird beobachtet. Israel hat viel mehr und vor allem viel größere Probleme als einige satanische Bands. Insofern stehen wir mit Sicherheit nicht im Fokus.«

Ihr nennt euch selbst „black worshippers“. Was genau meinst du damit?

»Wir haben einen künstlerischen Anspruch, und der basiert auf der schwarzen Lehre. Wir versuchen, die schwarze Essenz in der Musik am Leben zu halten...

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