RH #289Interview

PENTAGRAM

Ärsche mit Charakter

Bobby Liebling (58) ist ein wirrer Geist, ein Spinner und Philosoph, ein Freak mit zauseligem Haar und irrem Blick, ein origineller Sänger und schräger Entertainer, eine tragische Gestalt, bei deren Anblick dem Betrachter das Lachen in der Kehle gefriert. Vor allem ist der Amerikaner aber eine Ikone des Hardrock und (Doom) Metal. Wir sprachen mit Metallers Liebling über „Last Rites“, das neue Album der Kultband.

Bobby, auf „Last Rites“ singst du über den ´American Dream´. Das kann nur Zynismus sein, oder?

»Nein, es handelt sich um Wünsche und Hoffnungen, denen wir alle hinterherjagen. Ich persönlich bin ein Mensch, der unzählige Male hingefallen und wieder aufgestanden ist. Die Moral in unserem Lande ist verschwunden, die Politiker schweben über uns und wissen nichts über die Realität auf der Straße. Wir alle sind wie Maschinen, und niemand kümmert sich ernsthaft um unsere Probleme. Je schlechter es uns geht, desto mehr träumen wir von besseren Zeiten. Der American Dream ist ein Traum von der Flucht in bessere Verhältnisse.«

Das klingt ziemlich ernüchternd.

»Ich liebe mein Land. Ich bin Amerikaner, und ich will nur das Beste für Amerika. Aber zur Zeit befindet sich mein Land im Tiefschlaf.«

Obwohl PENTAGRAM eine 40-jährige Bandhistorie vorweisen können und unzählige andere Acts beeinflusst haben, seid ihr nie dem Underground entwachsen. Was lief falsch?

»Ich habe sehr lange sehr viele Drogen genommen. Deshalb war keine größere Bandkarriere möglich. Bei PENTAGRAM ging es...

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