PRIMORDIAL

Von PRIMORDIAL, Irlands wichtigster Metalband, ist man intensivste Kost gewohnt. Für Easy Listening oder stumpfes Geprügel sind definitiv andere zuständig. Das neue Album „Redemption At The Puritan´s Hand“ ist eine musikalisch vielseitige, inhaltlich anspruchsvolle Auseinandersetzung mit dem Tod.

Als „PRIMORDIALs Todesalbum“ will Sänger Alan Nemtheanga (der sich selbst lieber beim Nachnamen nennt) den neuen Longplayer verstanden wissen. Er sei kein gläubiger Mensch, sagt er, und auch die spirituelle Ebene habe für ihn nicht unbedingt etwas mit Transzendenz zu tun, weshalb man die Realität des Todes nicht in jenseitige, überweltliche Bereiche verdrängen könne (auch wenn das tröstlich wäre). Der Tod ist ein Teil unseres Lebens, und wir müssen uns ihm früher oder später stellen. Daraus wiederum können Klarheit und Lebenskraft erwachsen.

»Ich mache mir viele Gedanken über unsere Beziehung zum Tod, über die geistigen Barrieren, die wir errichten, um das Thema überhaupt ertragen zu können«, erklärt Alan seine nur auf den ersten Blick düstere Weltsicht. »Wir alle haben Angst vor dem Tod. Deshalb gibt es Religionen und spirituelle Glaubensrichtungen. Konfrontiert man den „durchschnittlichen Musikfan“ mit solchen Denkansätzen, dann mag er das als morbide und pessimistisch empfinden, aber für mich ist es eher eine konstruktive Auseinandersetzung mit einem unausweichlichen Thema. Wenn ich sage, dass mich Tod und Sterblichkeit faszinieren, dann klingt das zunächst wie ein...

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