RH #287Interview

AMPLIFIER

Manchester-Kapitalismus

Mit „The Octopus“ verabschieden sich AMPLIFIER von jeglicher Plattenfirmen-Kooperation und den damit oft verbundenen kreativen Beschränkungen und Zwängen. Als Zeichen ihrer neu errungenen Unabhängigkeit präsentiert das in Manchester ansässige Trio mit „The Octopus“ ein gigantisches Doppelalbum, dessen akribische Ausarbeitung über drei Jahre in Anspruch nahm.

Bezüglich der Kreativität hat sich der Verzicht auf eine erneute Kooperation mit einer Plattenfirma ausgezahlt. Doch den kompletten Produktionsprozess ohne Plattenfirma zu betreuen, sorgte bei AMPLIFIER für einige unerwartete Überstunden. So verzögerte sich beispielsweise die Herstellung des 70-seitigen Buchs, das der auf 500 Stück limitierten Edition des Albums beiliegt, weil das Presswerk vor Weihnachten anderen Projekten Vorrang einräumte.

»Das haben wir glücklicherweise hinter uns«, stöhnt Fronter und Mastermind Sel Balamir bei unserem zweiten Anruf, nachdem er sich beim ersten Läuten noch zehn Minuten Arbeitszeit erbeten hat, um weitere dringende Angelegenheiten zu erledigen. »Aber wir haben immer noch genug zu tun. Es liegt wirklich einiges an, wenn man eine Platte selbst vertreibt. In viele Prozesse war man vorher nicht eingebunden; das ist ziemlich interessant und anstrengend zugleich. Ich habe den Computer jetzt aber ausgeschaltet und kann mich voll und ganz dem Interview widmen.«

Wann war euch klar, dass ihr ohne Plattenfirma besser zurechtkommen werdet?

»Wir haben damals einen Plattenvertrag unterzeichnet und...

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