Online-MegazineTourtagebuch

BOLT THROWER

Nichts geht mehr!

Dass BOLT THROWER hier zu Lande eine ausgesprochen treue Fangemeinde haben, ist keine Neuigkeit mehr. Insofern freute sich die britische Death-Metal-Legende natürlich, nach mehreren Jahren Abstinenz endlich mal wieder durch unsere Breitengrade touren zu können. Was sich dann aber bei den Konzerten abspielte, übertraf sämtliche Erwartungen.

1. Tag: Enschede, Atak

BOLT THROWER sind eine Band, die gewisse Traditionen pflegt. So findet eines der letzten Konzerte ihrer Tourneen stets in Trier statt, wo sie auf dem Vorplatz des dortigen Clubs mit dem Namen „Exil“ an einer Grillstelle immer einige Shirts verbrennt, um sie dem „Gott des Merchandise“ zu opfern und für gute Verkäufe zu danken. Eine weitere Tradition im Hause BT ist es, den Tourauftakt im holländischen Enschede zu bestreiten. Nicht nur, weil dort ihr Booker, Freund und quasi sechstes Bandmitglied Graham beheimatet ist, sondern weil man zum Aufwärmen gerne einen kleinen Club wählt - einen Laden wie das „Atak“ also, das gut 300 Leute fasst und natürlich schon Wochen vor der Show ausverkauft ist.

Ich mache mich mit unserem Fotografen Axel auf den etwas mehr als einstündigen Weg vom Ruhrgebiet ins holländische Grenzland. Vor dem Club warten bereits einige Fans, es wird überraschend viel Deutsch gesprochen. Offenbar wollen sich nicht eben wenige deutsche Fans den ersten Gig nach der Rückkehr von Karl Willetts nicht entgehen lassen.

Der Empfang, der uns bereitet wird, ist warmherzig. Zwar herrscht hier das für einen ersten Tourtag übliche kontrollierte Chaos, aber man nimmt sich Zeit für ein Pläuschchen mit den Rock-Hard-Abgesandten. Und kaum hat man die erste Begrüßungsrunde hinter sich gebracht, startet auch schon das Konzert. Da die Bühne reichlich klein und auch die P.A. nicht gerade der Oberbrüller ist, will ich auf genauere Bewertungen der einzelnen Auftritte hier noch weitestgehend verzichten. Der Opening-Act NECROPHAGIST aus Deutschland kann aber nichtsdestotrotz mit einer ganz schön tighten Performance überzeugen, erntet damit aber ebenso wie die darauf folgenden „schwedischen Griechen“ NIGHTRAGE nicht mehr als Höflichkeitsapplaus, obwohl sich auch NIGHTRAGE gut eingespielt präsentieren.

MALEVOLENT CREATION überraschen mal wieder mit einem komplett umgekrempelten Line-up. Ans Mikro zurückgekehrt ist Original-Sänger Brett Hoffman; Drummer Dave Culross konnte nicht mitkommen, weil er sein zerstörtes Haus in New Orleans wieder aufbauen muss und wird von David Kinkade ersetzt, der ansonsten bei Divine Empire seine Stöcke schwingt. Ebenfalls nicht dabei ist Bass-Wirrkopf Jason Blachowitz, der aufgrund einer Vorstrafe bis August nicht aus den Vereinigten Staaten ausreisen darf - was allerdings abgesehen von MALEVOLENT CREATION niemand besonders schade findet. Der Mann hat sich durch einige äußerst eigenwillige Kommentare und Weltanschauungen seinen Ruf halt ziemlich ramponiert. Für ihn ist jedenfalls Marco Martell am Bass zu sehen, der ansonsten bei Divine Empire Gitarre spielt. Viel Zeit zum Proben hatte dieses Line-up nicht, und heute läuft dann auch noch so ziemlich alles schief. Marcos Bass ist die ersten drei Songs lang überhaupt nicht zu hören, bei Gitarrist Jon Rubin reißt eine Saite, aber seine Ersatzklampfe ist unglücklicherweise im Gitarrenkoffer eingeschlossen, und es dauert ´ne halbe Ewigkeit, bis sie startklar gemacht werden kann. Phil Fasciana ist mit dem Sound seines Gitarren-Amps komplett unzufrieden, und zu allem Überfluss haut Drummer David einige Male ordentlich daneben. Schwamm drüber - in den nächsten Tagen wird´s sicherlich deutlich besser!

Um kurz nach halb elf ist es dann so weit: Das altbekannte „Battle Of Britain“-Intro läuft vom Band, und Karl Willetts kehrt nach zwölf Jahren dahin zurück, wo er hingehört: ans Mikro bei BOLT THROWER! Karl grinst wie ein Honigkuchenpferd und holt dann alles raus, was seine Stimmbänder hergeben. Sehr geil, obwohl ich zugeben muss, dass ich mich tatsächlich erst mal wieder an seine Vocals gewöhnen muss; man war halt von den letzten Tourneen die ebenfalls großartige Stimme von Dave Ingram gewohnt. Aber es tut verdammt gut, endlich mal wieder die genialen Songs dieser einzigartigen Band zu hören, die den Auftritt sichtbar genießt. Vor allem Gitarrero Baz kommt gar nicht mehr aus dem Grinsen heraus und applaudiert nach nahezu jedem Song dem komplett ausrastenden Publikum, in dem sich vor der Bühne auch ein Rollstuhlfahrer befindet, der nicht nur fleißig die Leute im Pit hin und her schubst, sondern der dann später mitsamt seines Stuhls crowdsurfend durch den Club getragen wird. Arschcool, der Mann - so was hab ich echt noch nie gesehen!

Über 80 Minuten dauert dieser Ohrgasmus, auch wenn es noch kleinere Unstimmigkeiten gibt (z.B. versemmelt Drummer Martin komplett den Übergang von ´Contact Wait Out´ zu ´No Guts, No Glory´). Die Setlist ist nahezu perfekt, und mit ´War Master´ hat wohl niemand gerechnet, aber Martin hat sich inzwischen auch die Blastspeed-Technik draufgepackt, so dass BOLT THROWER in Zukunft wieder mehr schnelle Songs älteren Datums spielen wollen.

Es war ein sehr gelungener Auftakt, und insofern herrscht nach dem Konzert eine recht entspannte Stimmung. Nur bei MALEVOLENT CREATION ist miese Laune angesagt. »Schreib am besten, dass wir heute gar nicht da waren«, grummelt Phil, und Drummer David kriegt von seinen Bandkollegen ordentlich was zu hören. Es wird richtig vom Leder gezogen - da tut einem der Junge wirklich Leid, denn der ist gerade mal 20 Jahre alt und spielt zum ersten Mal außerhalb seiner Landesgrenzen. Da kann es schon mal passieren, dass nicht alles gleich auf Anhieb klappt.

Gegen zwei Uhr ist die Zeit gekommen, aufzubrechen, und so besteigen wir die beiden wirklich wunderschönen Busse, die nagelneu wirken. Die Inneneinrichtung ist hübsch mit Holz verkleidet, es gibt drei Flachbildschirme, drei Kühlschränke, zwei Mikrowellen und auch sonst so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Ja, hier lässt es sich aushalten!

Ein erster Zwischenstopp wird noch an der Wohnung von Graham eingelegt, aus dessen Garage wir Unmengen an Kartons mit Merchandise in den Bus schleppen. Zudem stellen NECROPHAGIST hier das Gefährt ab, mit dem sie nach Holland angereist sind: Die Jungs kamen im Pkw, und um das Equipment zu transportieren, hatten sie sich ´ne Pferdetransportbox ausgeliehen, in der sie ihr Zeug verstaut haben. Das ist doch auch mal originell! Die Fahrt nach Hamburg wird mit einigen Kaltgetränken und einer eigenartig duftenden Pfeife, die durch die Belegschaft kreist, verkürzt, und spätestens um sechs Uhr morgens haben sich alle in ihre Kojen verzogen.

2. Tag: Hamburg, Markthalle

Scheiße, ist das kalt heute! Minusgrade, dazu eine steife Ostbrise - da bleibt man doch lieber mal länger im Bus oder flüchtet in den Backstage-Bereich der Halle, wo es anfangs allerdings auch noch reichlich kühl ist. Erst ein paar Heizlüfter sorgen für angenehme Temperaturen. MC-Gitarrist Jon Rubin erzählt derweil beim gemeinsamen Frühstück, was er in den letzten Jahren so getrieben hat: »Ich habe eigentlich immer Musik gemacht, jedoch nicht im professionellen Sinne. Nach all den Jahren des Tourens mit MALEVOLENT CREATION suchte ich etwas mehr Stabilität, auch im finanziellen Bereich. Deswegen habe ich „normale“ Jobs angenommen, mich um die familiären Dinge gekümmert und nur nebenbei Musik gespielt. An diesem Punkt, an dem ich damals war, ist jetzt unser Sänger Kyle, weswegen er diese Tour nicht spielen konnte. Da Phil aber nicht schon wieder eine Tour absagen und den Ruf von MALEVOLENT CREATION ruinieren wollte, hat er eben Brett gefragt, ob er nicht zurückkehren möchte. Das letzte Jahr habe ich bei einer Merch-Firma gearbeitet, aber dieser Job war so stupide, dazu die ganzen Chemikalien, die bei der Produktion von T-Shirts mit im Spiel sind - das hat mich komplett wahnsinnig gemacht. Als Phil mich dann anrief und mir anbot, wieder bei der Band einzusteigen, habe ich nicht zweimal überlegt.«

BOLT THROWER vertreiben sich den Nachmittag mit kleineren Tätigkeiten. So bügelt Gavin das große Band-Backdrop, während Karl den Backstage-Raum mit einer Flagge seines Lieblingsclubs Birmingham City dekoriert. Der Dauerkarteninhaber ist ganz froh, momentan einige Spiele zu verpassen, denn gewonnen hat der Abstiegskandidat meistens dann, wenn Karl nicht im Stadion war.

Was sich dann am Abend abspielt, ist fast unglaublich. Okay, der Vorverkauf für das Konzert lief gut, und man konnte mit einer ordentlich gefüllten Halle rechnen, aber der Strom an Metalheads, die den Gig sehen wollen, reißt einfach nicht ab, und nachdem 1 168 Banger ihr Ticket gelöst haben, muss die Abendkasse geschlossen werden, weil in der Halle gar nichts mehr geht. Und draußen stehen immer noch Leute...

NECROPHAGIST sorgen mit ihrem hoch technischen, auf den Punkt gespielten Death Metal für einiges ungläubiges Staunen im Auditorium, so richtig aus sich hinausgehen will das Hamburger Publikum aber noch nicht. Vielleicht, weil aufgrund des schwierig zu spielenden Materials ein wenig Bewegungsarmut auf der Bühne herrscht, was aber nachvollziehbar ist. Unsympathisch wirkt die Band jedenfalls ganz sicher nicht. Das Gleiche trifft auch auf NIGHTRAGE zu: exzellente Musiker, die auch eine ordentliche Bühnenshow aufbieten, aber ebenfalls nur magere Reaktionen erhalten, wobei dies wohl primär daran liegt, dass die Band stilistisch nicht hundertprozentig zum Rest des Packages passt und die Fans eher auf Old-School-Sounds fixiert sind. Oder weil sie auch Stunden nach Öffnung der Hallentore immer noch den Merchandise-Stand von BOLT THROWER belagern. Außer bei den Onkelz habe ich es bei noch keiner anderen Band gesehen, dass Menschen mit riesigen Einkaufstüten voller Shirts die Halle wieder verlassen...

Für MALEVOLENT CREATION läuft es heute wesentlich besser. Die Band wirkt eingespielter, und das Publikum feiert das Quintett ordentlich ab. Dementsprechend ist die Laune bei Fasciana & Co. nach dem Gig auch viel besser. Na ja, und für BOLT THROWER ist das ein einziger Triumphzug. Hamburg liegt der Band zu Füßen, und die spielt einen entfesselten Gig. Pech dann bei den Zugaben: Inzwischen ist´s wahnsinnig heiß in der Bude, weswegen die Band ´No Guts, No Glory´ aus dem Set nimmt. Beim letzten Lied reißt dann bei Gavin eine Saite, und bei seiner Ersatzklampfe hat er sich am Gitarrenhals unter die Saiten ein Plektrum geklemmt - und beim Versuch, das Plektrum rauszuziehen, reißt auch hier eine Saite. Zum ersten Mal in seiner Karriere muss Gavin also die Bühne verlassen, bevor der letzte Song gespielt ist...

Eitel Sonnenschein also? Nicht ganz. Man sollte noch mal über die Gepflogenheiten in der Markthalle reden. Einerseits arbeitet hier eine sehr professionelle Crew. Stagehands, Soundcrew - alles top. Andererseits: Als wir gegen Mittag ankamen, gab es für jeden Tourteilnehmer exakt abgezählt anderthalb belegte Brötchen. Außer Kaffee und Wasser gab man Bands und Crew bis 16 Uhr überhaupt nichts zu trinken. Bis zum Auftritt von Malevolent Creation bekamen alle vier Bands zusammen gerade mal zwei Kisten Bier und zwei Kisten Softdrinks. Erst nach Protesten wurde Nachschub geliefert. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, werden bei der Endabrechnung auch noch Parkgebühren (!) für die beiden Tourbusse erhoben. Und das nach einer ausverkauften Show! Leute, das ist nicht cool...

3. Tag: Leipzig, Hellraiser

Nachdem wir den Club am Leipziger Stadtrand betreten haben, braucht Gavin Ward exakt fünf Minuten, um sich seine Meinung zu bilden: »Hier gefällt´s mir, hier kommen wir in Zukunft auf jeder Tour hin!« Kein Wunder: Unter der Woche dient der Laden als Jugendclub, und dementsprechend sind die Angebote: Der Backstage-Bereich sieht eher aus wie ein Wohnzimmer, es gibt eine Tischtennisplatte, einen Billardtisch, einen Tischkicker, Fernseher und zwei Computer mit kostenlosem Internet-Zugang. Dazu ein üppiges und leckeres Catering. Perfekter kann man den Wohlfühlfaktor für eine Band nicht justieren. Man merkt sofort, dass hier echte Fans am Werk sind, die sich ehrlich darüber freuen, wenn ihre Lieblingsbands ihren Club besuchen. Wito, einer der Betreiber des Clubs, besitzt zudem noch eine künstlerische Ader und hat die Wände des Schmuckkästchens mit zahlreichen metallischen Motiven verziert. So stößt bei BOLT THROWER natürlich besonders das „War Master“-Artwork, das in überdimensionaler Größe auf eine Wand gepinselt wurde, auf reichlich Gegenliebe.

Das Konzert ist - welch Überraschung! - ausverkauft, und NECROPHAGIST finden in Leipzig durchaus ihre Liebhaber, während die Reaktionen bei NIGHTRAGE leider wieder etwas mager ausfallen.

Dann wird´s spannend: Phil Fasciana hat sich heute schon recht früh mit einer Flasche Wodka angefreundet, die er bis zum Showbeginn zu drei Vierteln geleert hat. Ob der noch wirklich gut spielen kann? Kann er! Bei MALEVOLENT CREATION ist richtig was los, die Flugbewegungen in Richtung Bühne nehmen von Minute zu Minute zu. Und bei BOLT THROWER gibt´s dann fast schon zu viel Stagediving. Die Band traut sich kaum bis zum Bühnenrand vor, weil ständig irgendwer angeflogen kommt. Bassistin Jo bekommt von einem Verehrer gar eine schwarze Rose zugeworfen, und überhaupt räumen die Briten nach allen Regeln der Kunst ab - was bei der Aftershow-Party, die bis sechs Uhr morgens dauert, ordentlich begossen werden muss.

4. Tag: Berlin, SO 36

Der Tag beginnt mit einer schlechten Nachricht: Eines der Crewmitglieder hat sich eine Rippe gebrochen und muss zurück nach England reisen. Jetzt muss wohl Baz wieder mit anpacken, obwohl der sich aufgrund von Rückenproblemen, die eine Behandlung beim Chiropraktiker erforderten, schonen soll. Klagen wird man von BOLT THROWER deswegen trotzdem nicht hören. Die Band ist es gewohnt, vieles selbst in die Hand zu nehmen, wodurch sie die Eintrittspreise nach wie vor sehr niedrig halten kann.

Das SO 36 hat sich ganz schön gemausert. Als ich das letzte Mal hier war, bestand der Backstage-Bereich aus einem einzigen Raum ohne Toilette. Inzwischen hat man hier aber ordentlich investiert und einige richtig schöne Garderoben eingerichtet, denen es an nix fehlt. Das Catering ist top, die Crew ist freundlich und professionell. So muss es sein!

Die Stunden bis zur Show vertreibt man sich mit dem Erzählen alter Tourschoten, einer Art Quiz („Wer kennt die Hauptstädte von möglichst exotischen Ländern?“) oder solch philosophischen Fragen wie: „Ob sich Gene Simmons beim Essen eigentlich oft auf seine lange Schlabberzunge beißt?“

Für Auflockerung sorgt ein Fan aus Polen, der eine kleine Phil-Fasciana-Puppe angefertigt hat und sie dem umtriebigen Gitarristen überreicht, was für ein großes Hallo sorgt. Vor allen Dingen, als der Mann auch noch eine Jo-Bench-Puppe aus der Tüte holt, was der guten Frau sichtlich peinlich ist. Derlei Verehrung ist ihr wirklich völlig fremd, aber ein bisschen freuen tut sie sich letztlich doch.

Natürlich ist die Show wieder ausverkauft. NECROPHAGIST kommen heute richtig gut an, und erstmals werden Zugaben von ihnen verlangt. Auch für NIGHTRAGE läuft´s okay, während bei MALEVOLENT CREATION der Berliner Bär steppt - die Band spielt allerdings auch ihren bisher besten Gig. Selbst Drummer David ist inzwischen gut eingespielt, was ihm anerkennendes Schulterklopfen seiner Bandkollegen einbringt. Und bei BOLT THROWER gibt es wieder das übliche Bild von komplett ausrastenden Fans - und das, obwohl man im hinteren Teil der Halle nicht mehr übermäßig viel hört, weil die P.A. etwas leistungsschwach ist. Mit ein paar Bierchen lässt man den gelungenen Abend ausklingen, und während sich der Verfasser dieser Zeilen auf die Heimreise begibt, ziehen die Bands weiter. Und es gibt nur eine Frage: Where next to conquer?

Setlist BOLT THROWER:

At First Light

Entrenched

Mercenary

When Glory Beckons

Anti-Tank

World Eater

Cenotaph

The Killchain

Powder Burns

Where Next To Conquer (manchmal)

Those Once Loyal

Inside The Wire

The Fourth Crusade

When Cannons Fade

----------------

Contact Wait Out

No Guts, No Glory (manchmal)

War Master

...For Victory

 

Setlist MALEVOLENT CREATION:

Eve Of The Apocalypse

Infernal Desire

Living In Fear

Manic Demise

Malevolent Creation

Coronation Of Our Domain

Blood Brothers

Dead March

Preemptive Strike

Homicidal Rant

The Will To Kill