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JEN MAJURA

Zwischen Extreme und System Of A Down

JEN MAJURA

Mit Evanescence hat JEN MAJURA unlängst eine extrem erfolgreiche Hallentour absolviert. Während sich Mastermind Amy Lee gerade einem cineastischen Orchester-Projekt widmet, will die Gitarristin lieber weiter rocken und veröffentlicht am 24. November ihr neues Solo-Album „InZENity“. Wir bekamen vorab die Gelegenheit, in den Gernhart Studios in Troisdorf (u.a. Tankard, Destruction) schon mal reinzuhören.

Um maximale künstlerische Freiheit zu haben, wurde das Album über eine bestens funktionierende Crowfunding-Kampagne bei Indiegogo finanziert, wodurch Jen es in Eigenregie zusammen mit Studiobetreiber Martin Buchwalter selbst produzieren konnte. Sie betont, wie wichtig es ihr sowohl beim Komponieren als auch bei den Aufnahmen war, sich voll und ganz selbst zu verwirklichen. Das merkt man vor allem beim Titelstück, das Kumpel Schmier treffend als Mischung aus Extreme und System Of A Down beschreibt: epische Refrains treffen auf hektische Riffs und Breaks sowie ein jazziges Solo – keine leichte Kost, die aber gekonnt in Szene gesetzt ist! In eine ähnliche Kerbe schlägt ansonsten nur noch 'Sick Brain', das ein Gast-Gitarrensolo von Testament-Klampfer Alex Skolnick enthält.

Die übrigen Songs kommen deutlich geschmeidiger rüber, allen voran der Modern-Metal-Opener 'All The Other Ones' (mit Gast Jeff Waters von Annihilator) und der textlich höchst amüsante Rocker 'Drama Queen'. Bei diesen Nummern fällt auch auf, dass Jen nicht nur eine gute Gitarristin, sondern auch und vor allem eine tolle Sängerin ist, deren Repertoire von Skunk-Anansie-Pop bis zu Girlschool-Rotz reicht – wirklich beeindruckend! Der Einfluss von Extreme klingt fast bei jedem Song durch – seien es die tollen Refrains oder die funky Grooves. Apropos: 'Bully Lies' mit Gast Mattias IA Eklundh von Freak Kitchen greift gar den Vibe von 'Get The Funk Out' auf!

Abgerundet wird die ausgesprochen abwechslungsreiche und prächtig klingende Scheibe durch die live eingespielte Unplugged-Nummer 'Lied ohne Namen', die Jen seinerzeit als spontane Reaktion auf den Shitstorm schrieb, der nach ihrem Blabbermouth-Statement zu Phil Anselmos White-Power-Ausfall über sie hereinbrach. Generell sind ihre Texte mit vielen Beziehungsthemen eher ernsterer Natur, aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz – Stichwort 'Like Chuck Norris'.

„InZENity“ verspricht ein frisches, im besten Sinne unangepasstes Album zu werden, das nicht nur Evanescence-Fans gehörig die Ohren durchblasen wird – watch out!

 

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