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SULPHUR AEON

»Metal braucht dunkle Themen!«

SULPHUR AEON aus Nordrhein-Westfalen sind Demo-Band in ROCK HARD # 288 geworden. Die zwischen Black- und Death Metal pendelnden Songs des Duos sind Musik von Fans für Fans. Das Debüt-Demo „Sulphur Psalms“ erschien ausschließlich als limitiertes Tape. Gitarrist T. zeigt sich im Interview als Freund klassischer Metal-Themen, will sich bei seinem Songwriting jedoch keine Grenzen setzen lassen.

SULPHUR AEON wurden 2010 gegründet. In welchen Bands oder Projekten habt ihr vorher gespielt?

»Zu unseren anderen musikalischen Spielwiesen und vergangenen Sachen möchte ich eigentlich nichts sagen. SULPHUR AEON soll für sich alleine stehen und keine "falschen" Assoziationen wecken. Für mich ist es einfach ein musikalischer Befreiungsschlag, bei dem ich ohne jeden Kompromiss meine Ideen verwirklichen kann. Alles andere ist unwichtig.«

Wieso habt ihr euer Demo „Sulphur Psalms“ nur als Tape rausgebracht? Ist es die Ablehnung moderner Medien? Immerhin habt ihr eine MySpace-Seite.

»Absolut nicht, wir haben nichts gegen moderne Medien und nutzen diese auch. Ich finde es einfach geil, ein Tape von seiner eigenen Combo im Regal stehen zu haben. Das war also eine rein egoistische Entscheidung, haha. Natürlich ist das auch eine Reminiszenz an die "alten Tage", wo man sich noch neue Alben auf Tape überspielt hat. Ich freue mich einfach, wenn ein paar Maniacs auch auf das Teil abfahren, mehr will ich gar nicht. Und sobald das Tape ausverkauft ist, stelle ich die Songs zum Download ins Netz. So war das von Anfang an geplant. Die MySpace-Seite ist für uns nunmal der einfachste und günstigste Weg, die Songs zum Antesten zu präsentieren.«

Für die Veröffentlichung habt ihr mit dem Independent-Label Imperium Productions zusammengearbeitet. Wird es dort einen weiteren Release geben, wenn die 100 MCs ausverkauft sind und wie steht es mit Albumplänen?

»So wie es momentan geplant ist, wird dieses Jahr über Imperium noch eine 7-inch und ein Album kommen.«

'Sulphur' steht für Schwefel und ihr verwendet den Begriff sowohl im Bandnamen, als auch im Albumtitel. Was verbindet ihr damit und welche Assoziationen möchtet ihr damit wecken?

»Der Name sollte kraftvoll und dunkel sein, gleichzeit vermittelt er etwas Majestätisches. Mit dem Schwefel verbinden wir natürlich auch Klischees wie Feuer, Tod und Teufel. Metal braucht dunkle Themen! Da wir keinen Song als Titeltrack nehmen wollten, kamen wir halt auf die "Schwefel-Psalme". Ich finde, es klingt einfach gut und schafft eine düstere Stimmung. Ein tiefer gehendes Konzept steckt aber nicht dahinter.«

Musikalisch bewegt ihr euch zwischen brachialem Death- und melodischem Black Metal und als Vergleiche fielen Bands wie Asphyx, Dissection oder Grotesque. Wo seht ihr euch selbst und haben euch Bands dieser Richtungen beeinflusst?

»Death und Black sind die Eckpfeiler, keine Frage. Das ist einfach die Mischung, die rauskommt, wenn ich mich hinsetze und komponiere. Einflüsse gibt es natürlich einige: Die Debütscheiben von Dismember und Entombed, Emperor (bis zur "Anthems..."), Dissection´s "Storm...", Bolt Thrower, Carcass, Morbid Angel und Death. Aber auch neuere Sachen wie Behemoth. In wie weit die Meister jetzt konkreten Einfluss auf mein Songwriting haben, kann ich nicht sagen. Beim Schreiben mache ich mir um so was keine Gedanken. Die Songs fließen einfach, wenn es an der Zeit ist. Ich kann mich nicht hinsetzen und sagen, so jetzt schreibe ich mal einen Song in diesem oder jenem Stil, da käme nur Murks bei rum. Wichtig ist auch, dass wir uns nicht als "Retro-Kapelle" sehen, die Wurzeln sind offensichtlich, Grenzen setzen wir uns aber auch keine! Aber prägend waren die Klassiker ohne wenn und aber! Das sind einfach Scheiben, an denen ich mich nie satthören kann. Das sind halt Jahrhundertalben!«

Ihr seid nur zu zweit. Habt ihr vor, in Zukunft live aufzutreten und habt dafür etwaige Gastmusiker in petto?

»Auftritte sind nicht geplant, das wäre einfach mit zu viel Aufwand verbunden und ich möchte für SULPHUR AEON keine anderen Mitglieder. Das würde doch irgendwann wieder Probleme geben und mich zu Kompromissen zwingen, dazu bin ich nicht mehr bereit. Sollte es aber mal ein besonderes Angebot geben, wie z.B. ein cooles Festival oder so, könnte ich schon irgendwie eine Livemannschaft rekrutieren. Aber ich muss SULPHUR AEON nicht unbedingt auf die Bühne bringen.«

AbfahrplanDie nächsten Konzerte

DENIAL OF GOD + SULPHUR AEON + ERAZOR + THE SPIRIT + SLAUGHTER MESSIAH + ABYSSOUS + VOLCANIC + WARLUST24.03.2018Oberhausen, HelveteUNHOLY METAL MAYHEMTickets