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INFERNUS SERPEST

Bestialisches Sprachgefühl

INFERNUS SERPEST

Zu den noch jüngeren und dementsprechend sehr wild und hungrig klingenden Vertretern des chilenischen Death Metal gehören auch die in Melipilla beheimateten INFERNUS SERPEST. Das sehr empfehlenswerte erste Album „Born Of The Fire And The Black Light“ erschien 2011. Zuvor gab es das „Pain & Death“-Demo, welches auch auf einer Split-LP mit den Landsmännern Unholy Force veröffentlicht wurde.

»Wir sind immer noch mächtig stolz auf unser erstes Album«, versichert Sänger/Schlagzeuger CM666. »Der Sound ist nach wie vor großartig, und auch das Artwork ist perfekt. Der einzige Schönheitsfehler ist der unzureichende Vertrieb außerhalb unseres Landes. Das wollen wir beim nächsten Mal definitiv besser hinkriegen.«

Zwischenzeitlich habt ihr in Eigenregie eine 3-Track-EP mit dem Titel „Annihilation“ veröffentlicht. Warum dieser Schritt? Seid ihr auf der Suche nach einem neuen Label?

»Mit der EP wollten wir INFERNUS SERPEST einfach erst mal wieder ins Rollen bringen. Wir hatten drei Songs in unserem kleinen Heimstudio aufgenommen und fanden das Resultat gut genug für eine Veröffentlichung. Hintergrund der Aktion war tatsächlich die Suche nach einem neuen Plattenvertrag. Das hat mittlerweile auch geklappt, so dass wir jetzt dabei sind, brandneue Songs auszuarbeiten. Vier sind bereits fertig. Am Ende des Prozesses sollen es zehn oder elf sein, bevor dann die eigentlichen Aufnahmen beginnen. Wenn jemand die EP haben möchte, kann er sie über infernus(at)gmail.com direkt bei uns bestellen. Hören kann man die Songs auf http://infernus.bandcamp.com

Inwieweit unterscheidet sich das neue Material von dem der ersten Platte?

»Die neuen Songs sind technischer, kommen aber dennoch sehr schnell zum Punkt. Wir haben auch ein klein wenig mit Atmosphären und Melodien experimentiert. Aber unterm Strich ist es nach wie vor purer Death Metal. Dadurch, dass wir mit Pablo Villa und Rodrigo Brissos zwei neue Gitarristen in der Band haben, hat sich der Kompositionsprozess insgesamt verändert. Die beiden bringen eigene Erfahrungen und neue Ideen mit ein.«

Wo verortest du die musikalischen Haupteinflüsse von INFERNUS SERPEST?

»Wir mögen sowohl amerikanische als auch europäische Bands. Viele Klassiker wie Massacre, Death, Cannibal Corpse, Sadistic Intent, Deicide, Pentacle, Hypocrisy oder Grave. Aber auch neuen Stoff wie Necros Christos, Miasmal oder Cruciamentum. Am Anfang haben uns vor allem die europäischen Klassiker geprägt. Mittlerweile versuchen wir, einen neuen, möglichst eigenen Sound zu entwickeln.«

Mit 'La Lengua De La Bestia' hattet ihr auch einen spanischsprachigen Song auf eurem Debüt. Wird das auf künftigen Veröffentlichungen auch wieder der Fall sein?

»Grundsätzlich passen englische Texte doch besser zur Musik. Aber ich wollte es wenigstens auch ein einziges Mal mit der spanischen Sprache ausprobieren. Mit 'La Lengua De La Bestia' sind wir sehr zufrieden. Das Feeling des Songs kommt gut rüber, und die Publikumsreaktionen sind jedes mal großartig.«

Eure Heimatstadt Melipilla ist gerade einmal sechzig Kilometer von der chilenischen Hauptstadt Santiago entfernt. Habt ihr dem entsprechend eine gute Infrastruktur in Sachen Auftrittsmöglichkeiten und Aufnahmestudios?

»Früher gab es hier eine sehr gute Veranstaltungsreihe namens „AtaqueMetalero“, die immer gut besucht war und zu der Bands aus allen Teilen des Landes kamen. Aufgrund von beruflichen Veränderungen der Beteiligten und diverser Probleme von außen, wurden diese Shows jedoch eingestellt. Wir selbst stehen aber gerade kurz davor, ein extremes Event mit vier einheimischen Bands auf die Beine zu stellen. Neben uns sind das noch Unholy Force, Disaster und Asmodeum. Was Aufnahmemöglichkeiten betrifft: Hier gibt es zumindest zwei richtig gut ausgerüstete Studios, in denen man als Death-Metal-Band einen sehr amtlichen Sound bekommen kann.«

 

http://infernus.bandcamp.com