Online-MegazineKolumne

Vorschau: Risen 2 - Dark Waters

Das Essener Entwicklerstudio Pyranha Bytes steht seit jeher für hervorragende Rollenspielkost aus deutschen Landen. Mit der “Gothic“-Trilogie schrieben die Ruhrpöttler Videospielgeschichte, und als in Folge der Trennung und des anschließenden Rechtsstreits mit Publisher JoWood die Rechte an der “Gothic“-Reihe an den ehemaligen Publisher überlassen werden mussten, entstand “Risen“, das als geistiges Kind der “Gothic“-Spiele zu sehen ist und 2009 einen beachtlichen Erfolg einfahren konnte.

Freilich war die Fantasy-Welt von “Risen“ derjenigen von “Gothic“ in vielen Belangen sehr ähnlich. In beiden Games tritt der Spieler an, um in der Rolle eines namenlosen Helden die Welt zu retten. In bester “Gothic“-Tradition folgen auch die Spielwelt von “Risen“ und ihre Bewohner keinen gängigen Fantasy-Klischees, sondern sind dreckig gehalten und haben ihre Ecken und Kanten. Genau diese Tatsache ist es, die den Spielen von Pyranha Bytes ihren Reiz verleiht.

In “Risen 2: Dark Waters“, das einige Jahre nach der Handlung des Vorgängers einsetzt, bewegen sich die Entwickler nun erstmals von dem bekannten Szenario weg. Zwar ist man auch dieses Mal in der Haut des namenlosen Helden unterwegs, bleibt jedoch nicht wie im Vorgänger auf einer einzigen Insel gestrandet, sondern schließt sich einer Gruppe von Piraten an, die auf der Suche nach einer Waffe gegen die Titanen ist. Sorgte die Ankündigung des Piratenszenarios bei vielen Fans des Vorgängers noch für reichlich Diskussionsstoff, ist spätestens seit den ersten Anspielsessions klar, dass sich der Szenariowechsel nicht nur hervorragend in die bisherige Spielumgebung integriert, sondern zugleich noch für frischen Wind im Genre der ewig gleichen Fantasy- und Science-Fiction-Welten sorgt. Nicht erst seit “Fluch der Karibik“ sind Piraten schließlich überaus beliebt und salonfähig, und die Entwickler hatten schon immer einen Hang zu „verruchten“ Charakteren.

Die Brücke vom alten zum neuen Szenario ist relativ schnell geschlagen: Bereits im Vorgänger machte man Bekanntschaft mit der Seeräuberbraut Patty und half ihr bei der Lösung einiger Nebenaufgaben. Über besagte Patty wird nun auch der Kontakt zu den Seeräubern hergestellt, die im Rahmen einer Mission für die Inquisition vom Spieler infiltriert werden sollen. Abseits des Szenariowechsels spielt sich “Risen 2 – Dark Waters“ genau wie seine Vorgänger: Kämpfen, Rätseln, Quatschen. Ob der neuste Streich der Essener Entwickler mit anderen aktuellen Rollenspielen mithalten kann, lest ihr in unserer Rezension in der kommenden Ausgabe 300.