Online-MegazineKolumne

W.A.S.P.

(K)ein Blick zurück

W.A.S.P.

Unser Chefredakteur Boris Kaiser sieht die Sache im Editorial der neuen Rock-Hard-Heftausgabe goldrichtig: Wenn uns Anfang des Jahres jemand gesagt hätte, dass wir im Herbst eine Titelgeschichte mit ausgerechnet W.A.S.P. bringen werden, hätten wir ihn vermutlich entweder ausgelacht oder für vollkommen bekloppt erklärt. Und dennoch, die Story ist da. Was ist passiert? Ganz einfach: Die Herrschaften veröffentlichen mit "Golgotha" in Kürze ihre stärkste Platte seit mindestens "Still Not Black Enough", manchem Kollegen zufolge sogar seit "The Crimson Idol". Und das ist eine echte Ansage, denn besagte Silberlinge haben inzwischen immerhin 20 bzw. 23 Jahre auf dem Buckel.

Nachdem wir uns bereits im Juni von der Qualität des neuen Longplayers überzeugen konnten, folgten diverse hitzige Diskussionen, denn schließlich haben das Rock Hard und W.A.S.P.-Fronter Blackie Lawless, der (freundlich formuliert) als nicht ganz umgänglicher Typ gilt, eine gemeinsame Geschichte. Wollen wir wirklich? Der Tenor: Ja, wollen wir. Gesagt, getan: Im Rahmen des diesjährigen Bang Your Head Festivals treffen wir uns mit Blackie in seinem Hotelzimmer zu einem einstündigen Gespräch, dem später noch ein weiteres, ebenfalls fast einstündiges Telefonat folgen soll. Und Überraschung: Mr. Lawless präsentiert sich während des Treffens als sympathischer, nachdenklicher, belesener und vor allem sehr offener Gesprächspartner, der kein Blatt vor den Mund nimmt und auch unangenehmen Fragen zu seiner Person nicht ausweicht. Die Gesprächssituation an sich ist hingegen leicht bizarr bis lustig, denn der inzwischen fast 60-jährige Frontmann (ein Hüne mit einer Körpergröße von annähernd zwei Metern) macht es sich, völlig un-rockstarig mit Shorts, einem Trikot und weißen Turnschuhen bekleidet, in seinem Bett inmitten eines gigantischen Kissenbergs bequem. So was erlebt man auch nicht alle Tage.

Herausgekommen ist die Vollbedienung in Sachen W.A.S.P.: Neben dem starken neuen Song 'Shotgun', der auf unserer Beilage-CD einen Ehrenplatz belegt, umfasst die achtseitige Titelstory ein ausführliches Interview zur aktuellen Scheibe, einen History-Teil zum 30. Jahrestag der Veröffentlichung von "The Last Command", einen Live-Bericht von einem der ersten W.A.S.P.-Konzerte in Deutschland und einen Seziertisch, in dem wir dem Schaffen der legendären Chaotentruppe aus Los Angeles auf den Grund gehen. Viel Spaß!

ReviewsW.A.S.P.

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(152:27) Im Zuge des überraschend grandiosen aktuellen Albums „Dominator“ ...
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The Neon God: Part 1 - The RiseRH #205 - 2004
Also nee, jetzt reicht´s langsam. Ich bin wirklich ein großer Verehrer von Bla...
Dying For The WorldRH #182 - 2002
Da mir die von Götz seinerzeit im ?Helldorado?-Review aufgestellte, kühne und ...
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(66:10) Eine Best-of im Livegewand ist so ungewöhnlich nicht. Das Besondere an ...
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Abgesehen von ihren verdächtig konservativen Philosophien waren W.A.S.P. in ihr...
HelldoradoRH #145 - 1999
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First Blood...Last Cuts
Blackie Lawless hat im Interview an anderer Stelle dieser Ausgabe ja bereits aus...
The Crimson IdolRH #62 - 1992
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Die Zeiten, als W.A.S.P. mit Kult-Songs wie 'Animal' oder 'I Wanna BeSomebody' e...
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W.A.S.P. gehen bei ihrem Nachfolgewerk in genau dieselbe Ecke wie ihre Label-Gen...
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