Online-MegazineInterview

KVELERTAK

Zu viele Hexen

KVELERTAK

Fast drei Jahre sind seit der Veröffentlichung des letzten KVELERTAK-Albums „Meir“ bereits ins Land gezogen. Fans der norwegischen Black 'n' Roller dürfen sich allerdings freuen, denn die nächste Scheibe ist bereits in Arbeit. Frontmann Erlend Hjelvik und Gitarrist Vidar Landa geben Auskunft zum aktuellen Stand der Dinge und erklären, wieso ihre Heimat das beste Heavy-Metal-Land der Welt ist.

Was könnt ihr uns über euer kommendes Album verraten?

Erlend: »Wir arbeiten bereits seit ein paar Monaten daran. Bisher haben wir so um die sechs Songs fertig. Wir brauchen nur noch ein paar weitere. Bevor wir zu dieser Tour (mit Anthrax und Slayer – am) aufgebrochen sind, haben wir die Tracks geprobt und Demos aufgenommen. Sobald wir wieder zu Hause sind, geht es weiter mit der Arbeit.«

Hat die Scheibe schon einen Titel, oder hebt ihr euch das für später auf?

Erlend: »Darum kümmern wir uns vermutlich zuletzt. Ich schreibe erst einmal die Lyrics, und wenn wir dann alle Songs fertig haben, ist es auch einfacher, den richtigen Titel für die Platte zu finden.«

Bekommen wir es nach dem aktuellen Stand der Dinge wieder mit einem typischen KVELERTAK-Album wie dem Vorgänger „Meir“ zu tun? Oder sollten eure Fans sich lieber auf die eine oder andere Überraschung einstellen?

Erlend: »Ich glaube, ein paar Sachen werden euch tatsächlich überraschen (Vidar nickt zustimmend - am), aber trotzdem klingen die Songs immer noch sehr nach KVELERTAK. Die Nummern sind ziemlich dynamisch, und wir haben eine gute Mischung aus harten und rockigeren Songs.«

Ich nehme mal stark an, dass die Tracks wieder komplett auf Norwegisch geschrieben sind.

Erlend: »Na klar doch, da führt kein Weg dran vorbei, haha!«

Wann führt euch der Weg ins Studio?

Erlend: »Wir werden im Februar das Studio entern, oder vielleicht auch schon Ende Januar.«

Vidar: »Wir haben aber vor ein paar Monaten bereits das Studio in Oslo getestet, in das wir gehen werden. Dieses Mal wollen wir das Album live aufnehmen, deshalb haben wir die Räume schon mal ausprobiert.«

Wenn ihr in einem neuen Studio seid, nehmt ihr die Platte vermutlich auch mit einem neuen Produzenten auf.

Vidar: »Wir wollen das Meiste selbst produzieren, aber wir haben einen Typen namens Nick Terry an der Hand, der sich um die Tontechnik kümmert.«

Erlend: »Er hat zum Beispiel das letzte Turbonegro-Album gemacht, und noch einen Haufen anderes Zeug. Ich denke, das wird richtig gut.«

Wie kommt es, dass ihr diesmal nicht wieder in Salem, Massachusetts mit Kurt Ballou aufnehmt? Zu weit weg? Zu viele Hexen?

Erlend (lacht): »Ja, genau! Nein, im Ernst, wir finden es einfach bequemer, das Album in unserer Heimat aufzunehmen.«

Vidar: »Und außerdem wollten wir mal etwas Neues ausprobieren.«

Befürchtet ihr nicht, dass es euch ablenken könnte, so nah an zu Hause, euren Familien und Freunden aufzunehmen?

Vidar: »Ich denke, wir werden einfach von Anfang an so gut auf die Aufnahmen vorbereitet sein, dass das kein Problem darstellt (lacht).«

Eure letzten beiden Alben wurden vom norwegischen Kultusministerium und von einer Firma namens Statoil gesponsert. Ist das dieses Mal wieder der Fall?

Erlend: »Die Sache mit der Firma ist leider raus, das war ein einmaliges Stipendium.«

Vidar: »Genau, das hat auch nichts mit dem neuen Album zu tun. Aber in Norwegen bekommst du Fördergelder für alles mögliche, was irgendwie mit Kultur zu tun hat!«

Bei uns in Deutschland ist es eher ungewöhnlich, dass Metal-Bands vom Staat gefördert werden.

Erlend: »Bei uns werden eben alle Arten von Kunst unterstützt. Ich denke, du bekommst natürlich mehr Geld, wenn sie sehen, dass du Erfolg hast.«

Vidar: »Norwegen ist ein sehr kleines Land, deshalb finde ich es gut, dass der Staat die kleineren Künstler und den Underground so fördert. In Deutschland gibt es einfach mehr Menschen, die Konzerte besuchen. Bei uns unterstützt der Staat auch Rock-Clubs, die Bands auftreten lassen.«

Erlend: »Ja, wenn das kleine Clubs sind, bekommen sie Geld, damit sie Bands buchen können. Und wenn du Festivals veranstalten willst, wirst du dafür auch bezuschusst. Einfach, um sicherzugehen, dass sich etwas tut.«

Klingt nach einem tollen Land für Metal-Bands!

Erlend: »Ja, definitiv das beste!«


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Pic: Stian Andersen (Promo)

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