Online-MegazineInterview

MAD MAX

Weichspüler, adé!

MAD MAX

Mit ihrer neuen Langrille „Interceptor“ melden sich MAD MAX nach gerade mal einem Jahr an der Plattenfront zurück – und haben immer noch ordentlich Bock auf Rock. Trotz mehr als 30-jähriger Bandgeschichte lässt es das Münsteraner Hardrock-Quartett in den Gehörgängen wieder heftig klingeln. Gitarrist Jürgen Breforth plauderte mit uns über die aktuelle Scheibe, Cowboyhüte in Nashville und schwermetallische Gesangbücher.

Mad Max - InterceptorJürgen, in der aktuellen Ausgabe des Rock Hard hat „Interceptor“ von Frank Albrecht mit 7,5 von 10 Punkten eine ziemlich gute Bewertung bekommen. Bist du damit zufrieden, oder ist da noch Luft nach oben?

»(Lacht) Ach, da geht auf jeden Fall noch was nach oben! Unser Label-Chef Olly Hahn hat uns die Kritik schon weitergeleitet, und ich muss ganz ehrlich sagen: Wir waren begeistert! „Interceptor“ ist ja schon ziemlich rockig. So waren wir aber nicht immer, und daher nicht immer unbedingt die Band, die im Rock Hard mega-gut weggekommen ist. Da kannst du dir bestimmt vorstellen, dass es uns unglaublich freut, denn das Rock Hard ist natürlich eine Institution in der Szene. Wir hatten aber schon beim Schreiben und Aufnehmen der Lieder das Gefühl, dass das eingetreten ist, was wir uns auch vorgenommen hatten: Dass die Platte total rockig sein soll, kein Weichspüler und nicht zu viele Balladen. Und dass es auch draußen so gesehen wird, gerade auch beim Rock Hard, das finden wir natürlich geil.«

Du hast bereits im Vorfeld gesagt, dass MAD MAX nicht „wie so manche andere Rockgruppe immer seichter und balladesker“ werden wollen. Hattest du da bestimmte Bands im Sinn?

»Nee, ich habe da keine konkrete Band im Sinne. Aber gerade bei der Musik, die wir machen, ist es oft so, dass die Bands auf ihren CDs immer zwei oder drei Radio-Songs haben wollen. Wenn du aber zwei, drei softe Songs dabei hast, wirkt natürlich das ganze Album nicht mehr so rockig. Also haben wir einfach gedacht: „Scheiß drauf!“ Wir machen die Musik für uns und für unsere Fans. Die Chance, dass solche Bands wie wir überhaupt im Radio gespielt werden, ist superklein. Aber ob du es glaubst, oder nicht: Heute habe ich eine Mail von Olly Hahn bekommen: 'Save Me', der erste Song auf unserer Platte, läuft in Großbritannien auf dem offiziellen BFBS-Radiosender.«

Wie würdest du einem potentiellen, vielleicht noch etwas unentschlossenen Käufer eure Scheibe „Interceptor“ schmackhaft machen?

»Das ist im Grunde ganz einfach: Was man auf jeden Fall supporten sollte, sind Bands wie wir, weil wir eine der ganz wenigen Bands aus den Achtzigern sind, die noch in der Originalbesetzung spielt...«

Oder eher: wieder...

»Ja, oder wieder. Aber immerhin: Wir haben die Originalbesetzung, und mit der jetzt schon das zweite Album in Folge an den Start gebracht. Und wir sind nicht nur die Originalbesetzung, sondern auch eine Originalbesetzung, die nach wie vor neue Songs schreibt. Ein Gegenbeispiel: Eine meiner Lieblingsbands ist Cinderella. Cinderella haben es aber seit praktisch 20 Jahren nicht geschafft, ein Album mit neuen Songs zu machen. Immer recyclen sie nur ihr altes Zeug, auch live. Oder guck dir Dokken an. Eine Band, die nie wieder in Originalbesetzung zusammengekommen ist. Wir sind eine der ganz wenigen deutschen Bands, die noch im '87er-Line-up zusammen spielt, und ich finde, das sollten die Fans honorieren. Und sie tun das auch. Wir kriegen viele Mails in denen steht: „Toll, das es euch so noch gibt.“ In den Jahren vor SPV waren wir bei kleineren Labels, da war es teilweise so, dass die Leute im Ausland, aber auch in Deutschland, gar nicht mitbekommen haben, dass es uns noch gibt, weil der Vertrieb einfach so beschissen war. Im April waren wir in Brasilien, und da haben wir gemerkt, dass du dort die alten Scheiben nur als Import bekommst. Sprich: arschteuer. Das kauft sich natürlich keiner. Jetzt kriegst du unsere Platte überall, da wirst du natürlich in der breiten Öffentlichkeit und in den Magazinen viel mehr wahrgenommen.«

Was ist dein persönlicher Lieblingssong von „Interceptor“?

»Das ist ganz schwer zu sagen. Jeder Song hat so seine eigene Geschichte. Aber einer, der mir persönlich sehr am Herzen liegt, und unserem Sänger Michael Voss auch, ist 'Five Minute Warning'. Diesen Song haben wir zusammen in Nashville komponiert. Wir haben vor zwei Jahren auf dem Rocklahoma-Festival gespielt. Michael und ich sind dann weitergefahren, zu einer gemeinsamen Freundin, die bei einem Musikverlag in Nashville arbeitet. Die hat uns mit einigen Songwritern zusammengebracht, unter anderem auch mit der Songwriterin, mit der wir dieses Stück geschrieben haben. Van Preston heißt sie. Die schreibt viel Country, wen wundert das auch bei Nashville? Sie ist aber nicht so eine typische Nashville-Schreiberin, die sich schon morgens den Cowboyhut aufsetzt. Das war wirklich ein Erlebnis. Es war tierisch heiß, als wir in Nashville waren. Es war Ende Mai, und wir saßen mit einer Akustikgitarre auf dem Hotelzimmer, haben uns aus dem Automaten drei kalte Biere geholt und an dem Song gearbeitet. Und dass dieser Track, der im Hotelzimmer in Nashville entstanden ist, jetzt auf unserem Album landet, dafür macht man doch eigentlich Musik.

Oder zum Beispiel auch 'Streets Of Tokyo'. Den hat Michael Voss komponiert als er mit Michael Schenker für ein paar Shows in Japan war und dort gesungen hat. Herman Rarebell, der schon bei den Scorpions Schlagzeug gespielt hat, war auch in der Band von Michael Schenker. Als die also in Japan waren, hatte Michael den Song schon geschrieben, aber den Text noch nicht, und da hat er den Scorpions-Haudegen Herman gefragt, ob er nicht Bock hätte, den Text fertigzumachen. Dass Herman „ja“ gesagt hat, und wir ihn jetzt auch auf dem Album haben, ist schon irre – auch wenn er ein Freund von uns ist. Die Scorpions sind eine Band, die uns schon immer beeinflusst hat, und die wir inzwischen auch kennen. Da finden wir es persönlich natürlich cool, wenn so einer sagt: „Kein Problem, ich schreibe den Text mit“.

Ein Song, den ich auf jeden Fall noch nennen muss, ist 'Rock All Your Life'. Auf den sind wir besonders stolz, denn es ist nicht nur ein normaler Albumtrack. Kennst du Rokker? Das ist eine Firma aus der Schweiz, und die haben Jeans für Motorradfahrer entwickelt. Du kannst in die Jeans Protektoren einsetzen, sie aber auch als ganz normale Jeans tragen. Und für diese Firma haben wir eine Art Werbesong gemacht: 'Rock All Your Life'. Wir basteln auch gerade an einem Video zu dem Song, das kommt dann irgendwann nächste Woche raus, passend zum Album-Release, und wird weltweit beworben. So etwas heute als Band zu kriegen, ist einfach fantastisch. Gotthard haben auch mal für Rokker Werbung gemacht. Wir waren aber Gott sei Dank die Ersten, die einen Song für die Jungs gemacht haben.«

Eigentlich solltet ihr ja im November mit Vengeance auf Doppelheadliner-Tour gehen. Allerdings wird die Tour verschoben, weil du dich einer Augen-Operation unterziehen musst.

»Ja, das ist leider wahr. Die OP findet am 4. November statt. Im letzten Jahr ist an meinem linken Auge die Netzhaut eingerissen. Das ist hier in Münster im Krankenhaus operiert worden. Drei Wochen lang habe ich dann so ein Gas ins Auge bekommen. Dieses Gas hat die Netzhaut wieder gefestigt. Eine Nebenwirkung dieses Gases, die leider sehr viele Patienten trifft, die mit dieser Methode operiert werden, ist, dass sich die Linse eintrübt. Das passiert ungefähr bei acht von zehn Patienten. Du musst dir das ein bisschen so vorstellen, wie grauen Star. Die Linse wird immer milchiger, und du siehst immer verschwommener. Jetzt ist es leider so, dass die Ärzte gesagt haben, ich soll mit der OP nicht zu lange warten, denn je milchiger die Linse wird, desto härter wird sie auch, und desto mehr Kraft müssen die Ärzte aufwenden, um die Linse aus dem Auge rauszukriegen. Da blieb mir leider nichts anderes übrig als zu sagen, dass wir die Tour verschieben müssen. Das tut mir total leid, aber leider muss ich jetzt erst einmal ins Krankenhaus. Das ist im Prinzip eine Routine-OP, aber wer lässt sich schon gern am Auge operieren? Meine eigene Linse kommt also raus, und wird ersetzt durch eine Kunstlinse, so ähnlich wie eine Kontaktlinse, die aber im Auge drinbleibt. Und dann habe ich hoffentlich wieder den Durchblick. Wir holen die Tour aber nächstes Jahr nach und hoffen natürlich auch, dass wir mal die Chance bekommen, auf dem einen oder anderen größeren Festival zu spielen.«

Mit 'Turn It Down' habt ihr mal wieder einen Song von The Sweet gecovert. Das scheint bei MAD MAX schon Tradition geworden zu sein. Seid ihr so große Fans der Truppe?   

»Du hast das schon genau richtig gesagt: Das ist bei uns Tradition. Witzigerweise kommt das auch total gut an. Wir haben erst einmal überlegt, ob wir es vielleicht zur Abwechslung mal nicht machen, haben dann aber irgendwie gesagt: „Doch, wir machen's (lacht)!“ Wir ziehen das jetzt einfach durch. Wir versuchen immer, einen Song zu finden, der noch nicht von anderen Bands gecovert worden ist. Auf keinen Fall würden wir also 'The Ballroom Blitz' machen, oder 'Hell Raiser', was schon tausend andere gemacht haben. Und der Gag ist: Vor einer Woche haben wir tatsächlich Post aus England bekommen, von einem der beiden letzten noch verbleibenden The-Sweet-Urmitglieder, Steve Priest, und der hat geschrieben, dass er unsere 'Turn It Down'-Version total geil findet. Und was noch besser ist: Er hat sogar schon eine kleine Liste aufgestellt – kein Witz, das ist wirklich war – mit einigen The-Sweet-Songs, von denen er meint, sie würden gut zu uns passen und wir sollten sie auf die nächsten Alben nehmen.«

Im Zusammenhang mit MAD MAX fällt immer wieder der Begriff „Christian Rock“. Mit euren Alben „Night Of White Rock“ und „White Sands“ hattet ihr eure sogenannte weiße Phase. Wurdet ihr in der Metal-Szene für dieses Image belächelt, oder wieso seid ihr davon wieder abgewichen?    

»Nein, ganz und gar nicht. Ich muss wirklich sagen, dass wir sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben. Einige dieser Songs spielen wir immer noch. Als wir aber bei SPV unterschrieben haben, wollte unser Label-Boss Olly Hahn gern die '87er Version von MAD MAX haben, um da anzuknüpfen, wo wir mit „Night Of Passion“ aufgehört haben. Wir haben darüber gesprochen, und er wollte definitiv nicht diese Stryper-Version von MAD MAX. Es gibt aber ein, zwei Songs aus dieser Zeit, 'Hope To See You' und 'Unbelievable', die inzwischen geradezu Kultstatus haben. Die sind sogar auf solchen Seiten mit christlichen Liedern, so eine Art Gesangbücher. Da sind auch Gospels drauf, 'Halleluja' und solche Songs. Unsere Songs sind tatsächlich in solchen Liederbüchern drin und werden in Kirchen und von Chören gesungen. Das ist natürlich schon eine große Ehre für uns. Wir sind da aber nach wie vor offen. Wir haben noch zu vielen christlichen Festivals, auf denen wir gespielt haben, Kontakt, genauso wie zu den Jungs von Stryper.«   

Seid ihr persönlich denn religiös?

»Wir glauben an Gott. Aber wir waren noch nie eine Band, die gepredigt hat, auch nicht in unserer weißen Phase. Da haben wir auch in allen Interviews immer wieder drauf hingewiesen. Wir waren nie so die-hard-christlich, dass wir gesagt haben: „Wenn ihr nicht total gläubig seid, dann wollen wir auch nicht, dass ihr unsere CDs kauft“. Wir hatten auch nie solch ein Sendungsbewusstsein, dass wir irgendwelche Leute bekehren wollten.«

Wie du schon gesagt hast, gibt es MAD MAX, eure Auflösung mal ausgeklammert, seit mehr als 30 Jahren. Habt ihr überhaupt noch Ziele, oder seid ihr mit dem Erreichten bereits glücklich und zufrieden? 

»Zufrieden sind wir schon, aber spätestens seit wir bei SPV sind, sind wir doch wieder sehr ehrgeizig, im positiven Sinne: Wir möchten, dass möglichst viele Leute mitkriegen, dass wir wieder da sind. Die Musik hat es echt verdient, dass sie so viele Leute wie möglich hören. Ich habe dir ja auch gerade schon erzählt, dass wir ein Video drehen. Wir werden auch demnächst noch mehr in der Richtung unternehmen. Das ist uns schon wichtig. Und wir waren auch immer eine Band, die gern live auftritt. Deswegen sind wir natürlich froh über jede Chance, die wir kriegen, bei einer Tour mitzuspielen. So wie die letzten beiden Touren mit Axel Rudi Pell. Das war unfassbar! Wir hatten jeden Abend eine volle Hütte und fantastische Bedingungen. Wenn es nach uns ginge, könnten wir die nächsten hundert Jahre mit Axel Rudi Pell auftreten (lacht).  Oder auch auf einigen größeren Festivals auftreten. Wir waren ja schon einmal beim Wacken, und einmal durften wir auch auf dem Rock Of Ages spielen. Von daher sind wir immer noch ganz schön hungrig. Wir kennen uns alle schon sehr lange, aber das ist bei uns ein großer Vorteil. Wir können einander sehr gut einschätzen. Wir ziehen, was Musik und Ziele anbetrifft, alle vier am gleichen Strang. Das ist auch das, was wir an richtigen Bands gut finden – verglichen mit den vielen Projekten die es heutzutage so gibt. Bei denen sitzt der Eine in Japan, der Andere in L.A., der Dritte in Deutschland, dann mailen die sich irgendwie, und dann ist das die nächste Sensation. Aber auf die Bühne kommt das nie.«

Gutes Stichwort! Was hältst du von Casting-Shows wie „Deutschland sucht den Superstar“? 

»„Deutschland sucht den Superstar“ gucke ich persönlich nicht unbedingt. „The Voice Of Germany“ gucke ich. Und da kenne ich mich auch sehr gut aus, denn ein guter Freund von Michael und mir hat in der letzten Staffel als Coach mitgewirkt. Das ist Jan Löchel, und der war der Coach von The Boss Hoss. Er lebt auch hier in Münster, und wir kennen ihn schon seit vielen Jahren. Er hat sogar schon zu unserem „Here We Are“-Album einen Song beigesteuert. Deswegen gucken wir „The Voice“ auch. Ein bisschen schade finde ich bei sämtlichen Casting-Shows, aber das geht vermutlich nicht anders, dass die Künstler nur Songs nachsingen, die man schon kennt. Schwierig wird es erst dann, wenn sie auf dem Markt mit ihren eigenen Titeln bestehen müssen. In Amerika ist es teilweise gelungen, etwa bei Kelly Clarkson oder bei Daughtry. Die sind ja schon ziemlich weit nach oben gekommen. In Deutschland nützt es am meisten denen, die in der Jury sitzen. The Boss Hoss sind zum Beispiel voll durch die Decke gegangen. Du wirst lachen: Nächste Woche Freitag fahre ich sogar nach Oberhausen zu ihrem Konzert! Wir hören uns also durchaus auch mal andere Bands an, und schauen auch mal „The Voice“.«

Apropos Bands anhören: Was denkst du über Streaming-Dienste wie Spotify? Eher Segen oder Fluch für Bands wie euch?

»Wir gehören nicht zu den Bands die dauernd jammern. Ob das jetzt Facebook ist, Spotify, Twitter, egal. So ist es heute eben. Ich finde es immer ein bisschen doof, wenn Bands, die schon lange im Business sind, sagen: „Früher war alles besser.“ Das ist in dem Geschäft Blödsinn. Jetzt ist jetzt, und früher war früher. Man muss eben heute damit klarkommen. Das Einzige, was Musikfans wissen müssen – und ich sehe mich da selbst auch als Musikfan, denn ich kaufe ja nach wie vor die CDs meiner Lieblingsbands und lade sie nicht „schwarz“ runter – ist, dass alle Bands, die sie gut finden, nur dann überleben können, wenn die Truppe auch Einnahmen hat. Egal, woher die Einnahmen kommen: Ob das nun Konzerte sind, CD-Verkäufe, DVD-Verkäufe. Und das ist eben das Problem, wenn man sich alles „schwarz“ besorgt. Letztendlich landet dann bei den Bands nichts, und dann wird die Band natürlich irgendwann vor die Hunde gehen. Wenn ich etwas geil finde, kaufe ich es mir deswegen einfach. Ich glaube, dass viele inzwischen so denken wie ich, und das finde ich gut.«

Schreibt ihr euer neues Material zusammen, oder habt ihr da bestimmte Songwriting-Beauftragte?   

»Michael Voss ist quasi unser Haupt-Gitarren-Komponist. Er macht fast alle Gitarren-Sachen. Ich mache ein bisschen Gitarre und schreibe einen Großteil der Texte. Unser Bassist Roland und unser Schlagzeuger Axel haben eigentlich noch nie Songs geschrieben. Trotzdem sind wir total demokratisch. Die sind dann diejenigen, die manchmal sagen: „Ich finde, das passt nicht zu uns“. Die sehen das von einer anderen Seite. Da gibt es eine ganz coole Story: Wir hatten einen Song, bei dem habe ich einen Großteil der Musik geschrieben, und Michael den Text. Der Track war ein bisschen Led-Zeppelin-mäßig. Ein sehr getragener Groove, aber total heavy. Da haben Axel und Roland gesagt: „Die Nummer finden wir eigentlich geil, aber sie passt nicht zu uns.“ Wir haben erst einmal 'ne Nacht drüber geschlafen, dann aber eingesehen, dass sie Recht hatten. Jetzt kommt es, wie es nun einmal kommen muss: Wir haben den Song trotzdem aufgenommen, ihn aber nicht für uns verwendet. Trotzdem ist er aber veröffentlicht worden. Und weißt du wo? Auf „Piece Of Cake“, dem neuen Album von Vengeance. Das Lied heißt 'Goodbye Mother Sky' und passt einfach viel besser zu ihnen.«

Zum Abschluss noch eine Frage, ohne schwarzmalen zu wollen: Irgendwann einmal wird es mit MAD MAX zu Ende gehen. Wie stellst du dir dein Leben nach der Band vor?

»Da habe ich ehrlich gesagt noch nicht drüber nachgedacht. Ich sehe das so Deep-Purple- oder Scorpions-mäßig. Die Scorpions sind da unsere Vorbilder. Wenn man nach den Scorpions geht, dann haben wir ja mindestens noch 15 Jahre. Und da wollen wir noch gar nicht ans Ende denken. 15 Jahre – das könnten mindestens noch 15 Alben, sein. Überleg' dir das mal! Wie viele Songs wir da noch schreiben müssen (lacht)! Wir sind wirklich Musiker mit Leib und Seele, sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. Du kannst das gar nicht abstellen. Das ist ja kein Hobby in dem Sinne, sondern begleitet dich eigentlich jeden Tag. Bei den Scorpions gab es ja auch den gefühlt 34.ten Rücktritt. Denen geht es wahrscheinlich ähnlich. Und seien wir mal ehrlich: Was sollen die sonst auch machen? Und wir sehen das auch so. Uns macht einfach nichts so viel Spaß wie unsere Band.«

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für die nächsten 15 Jahre – oder vielleicht auch länger!

 

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