Online-MegazineInterview

SACRED GATE

To Mönchengladbach … and beyond

SACRED GATE

SACRED GATE haben kürzlich mit „When Eternity Ends“ ein solides Debütalbum vorgelegt, auf dem die Rheinländer unüberhörbar Bands wie Running Wild und Angel Witch huldigen. Wir sprachen mit Bassist Peter Beckers über alte Helden, neue Pläne und den Metal-Underground in seiner Heimatstadt Mönchengladbach.

Peter, ihr habt als Iron-Maiden-Coverband unter dem Namen Made Of Iron früher schon zusammen Musik gemacht. Wie habt ihr euch von einer reinen Coverband zu einer Gruppe mit eigenen Stücken entwickelt?

»Das war vor meiner Zeit, der Maiden-Coverband gehörte ich nicht an. Die meisten jungen Bands fangen ja als Coverbands an. Irgendwann haben sich die Jungs gedacht, dass es an der Zeit ist, eigene Songs zu schreiben. Unser Gitarrist Nicko wollte einen Neustart unter anderem Namen wagen. Ich selber bin über eine Anzeige im Internet zur Band gestoßen.«

Made Of Iron hatten sich ja schon eine kleine Fanbase erspielt, warum also der Namenswechsel?

»Das war eine Entscheidung, um ein bisschen von der Iron-Maiden-Schiene wegzukommen. Wenn man Made Of Iron liest, denkt man ja gleich an eine Maiden-Coverband. Da wir jetzt eigene Songs schreiben, wollten wir auch einen eigenständigen Namen.«

Zumal ihr auch gar nicht nach Iron Maiden, sondern eher nach alten Running Wild, Grave Digger oder Angel Witch klingt.

»Iron Maiden ist schon noch eine große Inspiration für uns, wir sind nach wie vor alle große Fans. Man muss nur aufpassen, dass man nicht wie ein reiner Klon wirkt. Deswegen haben wir uns entschieden, unserer Musik einen härteren Touch zu verpassen. Wir finden zum Beispiel alle Iced Earth sehr geil, die gehen auch in diese Richtung. Als neue Band dauert es halt ein wenig, bis man seinen eigenen Stil entwickelt.«

Habt ihr denn alle die gleichen Einflüsse?

»Unser Sänger Jim, Nicko und ich selber fahren sehr auf der Iron-Maiden-Schiene. Unser Schlagzeuger Christian ist ein paar Jahre jünger und steht mehr auf Edguy und Konsorten.«

Auf eurer Homepage gibt es keine Tourdaten-Sektion, sondern nur einen kleinen Kasten auf der Startseite, der eigentlich auf eure nächsten Shows hinweisen soll, zurzeit aber komplett leer ist. Wie kommt’s?

»Wir haben Anfang Mai auf unserer Releaseparty gespielt. Anschließend folgte am Tag nach eurem Festival noch eine gemeinsame Show mit High Spirits. Neben der Band sind wir alle noch beruflich eingespannt und haben auch teilweise eine Familie, da ist es schwierig, einfach mal seine Koffer zu packen und für drei Wochen irgendwelche Jugendheime abzuklappern. Wir sehen die Band als Hobby, wollen regelmäßig Platten veröffentlichen und ein paar schöne Konzerte spielen – aber bevor wir wochenlang auf Tour gehen könnten, müsste sich erst einiges tun.«

Und wie sieht’s mit Festivalshows aus? Der Sommer steht ja vor der Tür.

»Dieses Jahr geht da leider nichts. Die Phase zwischen der Veröffentlichung unseres Albums und den Festivals war einfach zu kurz, als das wir noch in Frage gekommen wären. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr ein paar schöne Angebote bekommen werden.«

Wie sehen eure nächsten Pläne aus?

»Im Moment arbeiten wir schon fleißig an Material für unsere nächste Platte. Wir haben bereits etwa 80 Prozent der Songs fertig geschrieben und wollen schon im Herbst wieder ins Studio. Release soll Anfang des kommenden Jahres sein.«

Wie ist es denn um die Underground-Szene in eurer Heimatstadt bestellt? Mönchengladbach ist ja nicht gerade als Heavy-Metal-City bekannt.

»Ne, stimmt, das hast du gut gesagt. Viel geht hier nicht. Es gibt ein paar Idealisten, die regelmäßig in einem Club Metal-Partys veranstalten, auf denen auch kleinere Bands spielen können. Grundsätzlich fahren die Bands hier aber eher auf der Death- und Black-Schiene. Traditioneller Metal ist hier nicht wirklich angesagt. Wir stehen mit unserer Musik ziemlich alleine auf weitem Feld.«

 

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DISKOGRAFIE

When Eternity Ends (2012)