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Music From The Beast II - The Beast Is Back!!

MUSIC FROM THE BEAST

Nach dem ordentlichen Debüt der Veranstaltung, auf dem unter anderem die beiden ehemaligen Maiden-Sänger Paul Di`Anno und Blaze Bayley aufgetreten sind, steht nun die zweite Auflage an. Am 10. Oktober werden in Oberursel bei Frankfurt neben dem Headliner BLAZE BAYLEY auch noch MOB RULES, MAIDEN UNITED, WICKED SENSATION und die Newcomer STRANGELET am Start sein. Veranstalter Michael Rehwald gibt Auskunft.

Michael, letztes Jahr ist das MFTB in die erste Runde gegangen. Wie kam es zu dem Festival?

»Die Idee entstand im September 2013 bei einem Konzert von Thomas Zwijsen und Maiden United im Aschaffenburger Colos-Saal. Nachdem ich schon zwei Konzerte des ehemaligen Genesis- und Stiltskin-Sängers Ray Wilson an meine Heimatstadt vermittelt hatte, sagte ein Kumpel zu mir, dass die doch auch was für Bad Homburg wären. Also suchte ich den Kontakt zu besagten Bands und zu Paul Di`Anno und Blaze Bayley, ohne große Hoffnung auf eine Antwort zu haben. Es kam anders: Ich hatte innerhalb 24 Stunden vier Zusagen, allerdings keine Location, kein Geld und keine Ahnung, wie man so ein Festival aufzieht. Bad Homburg fiel gleich raus, Kurstadt und Heavy Metal das passt natürlich nicht wirklich zusammen. Eine Heimat fanden wir dann in Oberursel.
Meine Kumpels und ich haben uns auf das Abenteuer eingelassen und haben es keine Minute bereut. Trotz der einen oder anderen Verstimmung mit Partnern kurz vor, während und nach dem Festival, welche in der Veranstaltung Profit gesehen und von einem Wacken im Rhein- Main-Gebiet geträumt haben. Wir haben immer als Fans dieses Festival organisiert und werden das auch in Zukunft so tun. Anders geht all das verloren, was wir uns in den letzten zwei Jahren aufgebaut haben.«

Wie lief die erste Ausgabe? Wer waren deinen Favoriten - und warum?

»Die erste Ausgabe hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Die Reaktionen der Fans, der Musiker und der anwesenden Presse musste man erst einmal einordnen. Bis auf ein negatives Feedback, bei dem es hauptsächlich um das angebotene Essen ging, haben wir unheimliches Lob geerntet. Die Veranstaltung lief problemlos und die Künstler spielten weit längere Sets als vertraglich vereinbart war. Daraus resultierte, dass wegen der Verzögerung und der letzten Bahn viele Fans Pauls mitreißenden Auftritt nicht bis zum Ende verfolgen konnten. Einen Favoriten kann ich nicht nennen. Alle waren toll und ich habe unheimlich nette Menschen vor, neben und abseits der Bühne kennengelernt.«

Du hattest mit Blaze und Paul zu tun. Kannst Du die beiden vergleichen?

»Ich habe beide als sehr angenehme Menschen kennengelernt. Bei Paul hatte ich, aufgrund der Geschichten, welche über ihn bekannt sind, erst etwas Unbehagen. Ohne Grund, wie sich herausstellte. Er ist ein sehr netter, lustiger Mann und genau das Gegenteil von dem was über ihn geschrieben wird. Er ist eher zurückhaltend und etwas nervös.
Blaze ist dagegen der offene Typ, der auf alle Leute direkt zugeht. Ich sage immer, wenn Blaze in einen dunklen Raum geht, geht das Licht an. Eine wahnsinnige Ausstrahlung, sehr freundlich und sehr kommunikativ.
Beide sind auf ihre Art kumpelhafte und sehr interessante Zeitgenossen. Vor beiden ziehe ich meinen imaginären Hut. Sie sind sehr respektvolle Künstler und Persönlichkeiten, die eigentlich mehr Beachtung finden müssten.«

Wie kommt es, dass mit BLAZE BAYLEY und MAIDEN UNITED zwei Bands aus dem Vorjahr wieder am Start sind?

»Hier kommen eigentlich drei Faktoren zusammen: Der Wunsch der Fans und das direkte Angebot der genannten Künstler (O-Ton Blaze: „Music From The Beast Festival - What an incredible wonderful magical evening … it felt like one of the most important gigs I have ever done!“). Ein Satz der uns unheimlich stolz macht. Und dann war halt diese Idee, eine Brücke zur ersten Veranstaltung zu bauen, um sich von dem Iron-Maiden-Thema etwas zu lösen. Es ist verdammt schwierig, jedes Jahr ein Konzeptfestival mit Originalen einer Band und besonderen, also nicht klassischen Tributebands, zu organisieren. Das Angebot ist einfach nicht da. Mit Thomas arbeiten wir am 31. Oktober 2015 bei einem Solokonzert wieder zusammen. Dieses findet im Gambrinus in Bad Homburg statt. Von Paul und seinen neuen Architects Of Chaoz kam auch eine Anfrage rein.«

Auf was freust Du Dich dieses Jahr am meisten?

»Ich freue mich generell auf diese Veranstaltung. Einen besonderen Favoriten gibt es für mich nicht. Insgesamt finde ich die Zusammenstellung sehr interessant. Da sind die jungen Hüpfer STRANGELET, welche über einen Nachwuchswettbewerb bei uns gelandet sind und schon ein tolles internationales Renommee besitzen. Das ist eine Band, von der man wohl in Zukunft noch einiges hören wird. Dann kommen WICKED SENSATION, die verfolge ich persönlich schon seit der Zeit von Sänger Robert Soeterboek bei Ayreon. Sie machen schönen melodischen Hard`n` Heavy Rock, eine Mischung aus frühen Whitesnake und Accept. Maiden United haben mit Damian Wilson von Threshold einem der besten Sänger im Business. Im Februar trafen wir die Band in Aschaffenburg. Dort erzählte uns Ruud Jolie von Within Temptation, dass er diesmal unbedingt dabei sein will, da er 2014 aufgrund von Verpflichtungen mit Within Temptation nicht kommen konnte. Mit MOB RULES kommt eine weitere grandiose Band zu MFTB. Ich mag den Bombast und Kraft in ihrer Musik. Die werden mächtig knacken. Und Blaze wird dieses Jahr aus seinem Maiden-Korsett herausgelassen und spielt eine Menge seiner eigenen Songs. Vornehmlich wird er Songs seiner ersten Soloscheibe „Silicon Messiah“ aufführen. Natürlich ist auch der eine oder andere Maiden-Klassiker im Set. Es wird also eine Art „Best Of Both Worlds“ werden. Das Festival hat mittlerweile auch eine Anziehungskraft bis Japan und Australien. Selbst von dort kommen Fans eigens angereist. Es gibt dieses Jahr so viele Überschneidungen bei den Künstlern, dass wohl mit der einen oder anderen Weltpremiere und Überraschung zu rechnen ist.«

Gibt es dieses Jahr sonstige organisatorische Änderungen?

»Wir bleiben bei unserem Konzept. Wir wollen, im Gegensatz zu anderen tollen Festivals, nicht einen Auflauf bieten, bei denen sich die Bands die sprichwörtliche Türklinke in die Hand reichen. Wir wollen den wenigen Gruppen möglichst viele Entfaltungsmöglichkeiten bieten, in deren Rahmen sie lange, annähernde volle Konzertsets spielen. Der einzige Unterschied zum Vorjahr ist, das wir eine Band mehr am Start haben.«

Gab es wegen des Logos oder Festivaltitels rechtliche Probleme mit dem Maiden-Management?

»Mit dem Logo gab es kein Problem. Das ist nicht der Schriftzug der Eisernen, auch er ihm recht ähnlich ist. Für dieses Jahr haben wir ihn komplett verändert, da wir uns etwas von der Iron-Maiden-Attitüde lösen möchten. Für die vorjährige Veranstaltung gibt es auch ein tolles Foto von Steve Harris. Er hat unseren damaligen Flyer in der Hand und zeigt diesen mit erhobenen Daumen in die Kamera. Tolle Sache! Der Festivaltitel hat ja nun so gar nichts mit Iron Maiden zu tun. Ich weiß nicht, warum er immer wieder mit Iron Maiden in Verbindung gebracht wird. Wir sehen das „Beast“ eher in Verbindung mit der Kraft, die im Hard Rock und Heavy Metal liegt. Das ist soviel mehr, als eine einzelne Band geben kann. Ich hoffe daher, dass wir dieses „Beast“ aus Kraft, Leidenschaft und Power auf zahlreiche Fans loslassen können.«

 

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www.mftb-concerts.de