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KINGBÉAST

Interview mit der Demoband des Monats 11/14

KINGBÉAST

Die KINGBÉAST-Platte „Demonic Beast Arises‟ liefert die Groove-Thrash-Vollbedienung mit Black- und Death-Metal-Einflüssen in einer Qualität, die auf ganzer Linie überzeugt. Damit wurden die Nürnberger in Rock Hard Vol. 330 zur Demoband des Monats gekürt. Gitarrist Heiko Jesenek steht im Interview Rede und Antwort.

Ihr seid mit eurem Album „Demonic Beast Arises‟ die Demoband des Monats im aktuellen Rock Hard - wie fühlt sich das an? Habt ihr damit gerechnet?

»Das fühlt sich natürlich sehr gut an! Die Benachrichtigung zur Demoband des Monats kam für uns völlig überraschend, wie aus dem Nichts! Echt klasse, dass euch unser Sound überzeugt hat. Das gibt uns auch die Bestätigung, dass wir weiter am Ball bleiben sollten, noch mehr machen müssen und sich der Aufwand wirklich gelohnt hat. Aber selbstverständlich steht der Spaß immer im Vordergrund!«

Was gibt es zur Bandgeschichte von KINGBÉAST zu erzählen?

»Mein Drummer Bezi (Tobias Bezold) und ich kennen uns schon lange und trafen uns öfter auf Konzerten in Nürnberg. Bezi spielte da noch bei ForEveryEvil (Melodic-Death) und ich bei Plague Angel (Tech-Death). Bei einem versoffenen Gig einer befreundeten Metalband 2011 im alten Kunstverein in Nürnberg habe ich Bezi einfach angequatscht, ob er nicht Lust hätte, total riffbetontes Groove-Geballer zu machen! Und ich hab' ihn ziemlich schnell überzeugt, seinen oberfränkischen Arsch in meinen Proberaum zu bewegen. Die Geschichte nahm seinen Lauf und er war begeistert von meinem Riffgewitter und Rumgerutsche. Jetzt, nach all den Jahren und Höhen und Tiefen, sind wir dicke Kumpels und ich liebe ihn wie meinen Bruder! Ich werde bis zu meinem viel zu frühen Tod mit ihm Musik machen!«

Was hat es mit dem Bandnamen auf sich? Ist das Akzentzeichen nur eine Spielerei oder steckt eine besondere Bedeutung dahinter?

»Wir haben bezüglich des Bandnamens lange überlegt, wie das jede Band macht. Irgendwann nach zahl- und sinnlosen Vorschlägen ist mir der Name eingefallen und er hat uns beide überzeugt. Ja, das Akzentzeichen hat für mich wirklich eine spezielle persönliche Bedeutung, denn ich bin ein exzentrischer Weinsäufer und habe mich an der französischen Sprache versucht. Okay, Spaß beiseite, das Akzentzeichen ist tatsächlich nur Spielerei!«

Raus aus den Genre-Schubladen! Wie würdet ihr selbst eure Musik beschreiben?

»Für jemanden, der eine ganz gezielte Richtung sucht, wird es bei uns schwierig. Wir haben nun mal zahlreiche Einflüsse, die wir in unserer Musik verarbeiten. Bezi hört fast alle Metalrichtungen, vorausgesetzt, die jeweiligen Bands taugen was und haben ein gutes Songwriting. Auch klassischen Rock hört er. Bei mir ist es eigentlich auch nicht anders, obwohl ich mehr aus dem Punk- und Hardcore-Bereich komme. Aber gut, das ist auch schon Jahrzehnte her. Bei mir tummelt sich im CD-Regal von AC/DC über Dead Kennedys, Converge, Bolt Thrower, Muddy Waters bis hin zu Type O Negative eigentlich alles. Wir lieben einfach die Musik und Schubladen-Denken ist überhaupt nicht unser Ding. KINGBÉASTs Sound zu beschreiben ist nicht einfach. Ich erzähle den Leuten immer, dass wir groovigen Thrash mit a bissl Death und Black machen. Wir haben in einem neuen Song sogar einen Jazz-Teil!«

Wie läuft bei euch das Songwriting ab?

»Ich klimpere auf der Gitarre entweder daheim oder im Proberaum rum und versuche, mir die besten Riffs zu merken. Riffs aufnehmen ist nicht so mein Ding, obwohl das gelegentlich sehr viel praktischer wäre und mit den heutigen Möglichkeiten so einfach ist. Bezi regt sich manchmal sogar auf, wenn ich wieder Riffs vergessen habe. Ich bin in dem Punkt eben ein Old-Schooler. Dann treffe ich mich mit Bezi und wir verarbeiten diese Riffs mit seinem phänomenalen Drumming. Wichtig ist die Songstruktur, wie die Riffs ineinander übergehen, wie wir uns den Gesang dazu vorstellen und was in dem Falle der Zuhörer empfindet. Wir zerbrechen uns teilweise wirklich die Köpfe und maulen uns dann richtig an.«

In der Rock-Hard-Kritik eurer Platte werden unter anderem Machine Head und Voivod als erkennbare Einflüsse genannt. Welche Bands haben euch beim Sound eurer Platte inspiriert?

»Eigentlich alle möglichen! Ich würde eher Pantera, Napalm Death, Black Sabbath nennen, es ist aber sehr schwer zu sagen. Wir haben gelegentlich auch Black Metal-Parts drin, weil mein Drummer so geil blastet. Aber es gibt definitiv noch einhundert andere Bands, die Einfluss auf „Demonic Beast Arises‟ hatten.«

Wie war das Feedback zu eurem Album bisher?

»Das Feedback war bisher wirklich fast nur positiv! Kann mich jetzt auch nur an eine Person erinnern, der das Album nicht so gefallen hat, weil es ihm zu hart war. Aber natürlich muss man auch mit negativen Aussagen rechnen und kann es nicht allen recht machen.«

Wie ist das düstere „Demonic Beast Arises‟-Coverartwork entstanden?

»Das ist immer spannend! Ein Kumpel von mir macht nebenbei richtig geiles Zeug und lässt seine Fotos und Bilder auch auf Alu und Blattgold verewigen. Das sind teilweise wirkliche Schätze, die da entstehen. Die Puppe auf dem Cover ist Resultat eines Hausbrands und musste von ihm festgehalten werden. Es ist kein typisches Metal-Cover, eben mal was anderes. Wir haben auf jeden Fall unseren Lieblingsfotografen für weitere Artworks gefunden!«

Das Album habt ihr mit Gastsängern aufgenommen, wie läuft es denn mit der Sängersuche? Habt ihr schon jemanden im Auge, der die Vocals langfristig übernehmen könnte?

»Die Sängersuche gestaltet sich hier in Franken schwierig. Meiner Meinung nach ist in Mittelfranken sehr viel Death Metal vertreten, aber wir hätten lieber ein geilen Thrash-Sänger, der Motivation und Leidenschaft mitbringt! Konkret im Auge haben wir im Moment leider niemanden mehr. Es folgt also ein Aufruf an die Sänger da draußen: Meldet euch (Die Kontaktdaten findet ihr weiter unten – nh)! Sonst müssen wir eben das folgende Album wieder mit Gastsängern aufnehmen, aber am fehlenden festen Sänger wird der nächste Studiobesuch bestimmt nicht scheitern.«

Ein Blick in eure Zukunft: Ist das nächste Album schon geplant und wie sieht es mit einem Plattenvertrag aus?

»Wir haben tatsächlich schon die meisten Songs für unser zweites Album fertig, das wir 2015 veröffentlichen werden. Wenn wir jetzt noch einen festen Sänger finden, wird alles gut oder noch besser! Wir werden uns in der nächster Zeit definitiv ein entsprechendes Label suchen und dort unsere zukünftigen Platten veröffentlichen.«

Die berühmten letzten Worte! Was möchtet ihr der Rock-Hard-Leserschaft noch mitteilen?

»Ich hoffe, dass wir uns noch öfter lesen werden! Holt euch einfach „Demonic Beast Arises‟ und habt Spaß damit! Vielen lieben Dank auch an alle, die bei der Platte mitgewirkt haben!«

Noch mehr Informationen und „Demonic Beast Arises‟ für acht Euro gibt es hier.


Solltet ihr Interesse am Sängerposten haben, schaut hier vorbei oder meldet euch direkt per Mail bei Heiko Jesenek!

 

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